Der starke Schneefall am frühen Mittwochabend hat in wenigen Stunden zu sieben Verkehrsunfällen im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt geführt.

Auf schneebedeckter Fahrbahn kamen Fahrzeuge im Raum Kalchreuth/Heroldsberg/Marloffstein ins Rutschen und fuhren in stehende Fahrzeuge oder Gebäude. Es kam in allen Fällen lediglich zu Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Im morgendlichen Berufsverkehr am Donnerstag ist es kurz nach 7 Uhr früh auf der Nürnberger Straße in Erlangen aus noch ungeklärter Ursache zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Bus gekommen. Dabei wurden vier Personen verletzt, von denen zwei in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Es wurden von der Integrierten Leitstelle Nürnberg jeweils ein Rettungswagen des Roten Kreuzes (BRK) aus Baiersdorf, des BRK-Kreisverbands Forchheim, des BRK Fürth sowie der BRK-Rettungswache Heroldsberg alarmiert. Alle anderen Rettungswagen aus Erlangen waren bereits im Einsatz und daher nicht verfügbar. Ebenso wurden der Notarzt aus Erlangen und ein weiterer Notarzt aus Forchheim alarmiert sowie der diensthabende Einsatzleiter des Rettungsdienstes aus Erlangen.

Mit vor Ort im Einsatz war die Feuerwehr Erlangen, die die Erstversorgung des Autofahrers übernahm, sowie mehrere Streifen der Polizei Mittelfranken und Polizei Erlangen zur Absicherung der Unfallstelle und zur Aufklärung des Unfallherganges. Eine zu Fuß vorbeikommende Intensiv-Schwester aus einer Erlanger Klinik übernahm sofort die Betreuung eines der Verletzten, wie das BRK Erlangen-Höchstadt berichtet.

Jaguar gerät ins Schleudern

Am Mittwochnachmittag hat auch ein 54-jähriger Autofahrer aus Nürnberg auf schneeglatter Fahrbahn der A 9 die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und einen Verkehrsunfall mit vier Beteiligten verursacht. Der Fahrer war gegen 14.30 Uhr mit seinem Jaguar in Richtung Berlin unterwegs und kam etwa zwei Kilometer vor der Ausfahrt Trockau auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern. Sein Wagen stieß mit der linken Fahrzeugseite gegen das linke Heck eines Sattelaufliegers mit dänischer Zulassung.

Ein Kleintransporter musste, um einen Zusammenstoß mit dem Jaguar zu vermeiden, vom mittleren auf den linken Fahrstreifen ausweichen. Hierbei kam es zu einer seitlichen Kollision mit einem weiteren Fahrzeug. Alle beteiligten Fahrzeuge kamen auf dem Standstreifen zum Stillstand.

Die Autobahn war für drei Stunden nur auf einem Fahrstreifen befahrbar. Der Fahrer des Jaguar erlitt eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung. Es entstand ein Schaden von 40 000 Euro. pol