Die Feierlichkeiten zum Jubiläum „50 Jahre Forchheimer St.-Annakirche“ begannen mit einer Vernissage der Erlanger Malerin Marion Albrecht.

Die international bekannte Künstlerin malt überwiegend Öl auf Leinwand. „Jedes ihrer Werke erzählt eine Geschichte, sie hat Spiritualität und lebt diese auch mit Leidenschaft“, erläuterte der Pastoralreferent von St. Anna, Georg Zametzer, bei der Vorstellung der Malerin .

Auf die Spiritualität und Leidenschaft von Marion Albrecht durften sich die Besucher dann auch gleich selbst einlassen. Die Malerin verteilte Postkarten, auf denen jeweils eines der ausgestellten Motive gedruckt war, und bat die etwa 40 Gäste, sich ganz auf das Bild einzulassen und zu versuchen, einen ganz persönlichen Bezug dazu herzustellen. Nach diesen emotionalen und intimen Momenten für die Besucher durften diese gerne auch ihre Gedanken beim ganz persönlichen Eintauchen in die Tiefe der Bilder äußern.

Anschließend erzählte die Malerin die Entstehungsgeschichten und Hintergründe der Bilder sowie von ihren persönlichen Eindrücken und Lebenssituationen. Für die Besucher war dies ein überaus spannender Moment.

Der Höhepunkt sollte aber noch folgen: Albrecht hatte eigens für die Ausstellung in St. Anna ein besonderes „Anna und Maria“-Gemälde geschaffen.

„Gesichts- und geschichtslos“

„Es war überaus schwierig, etwas über Anna, Marias Mutter und Großmutter Jesu , zu finden. Sie ist sozusagen ,gesichts- und geschichtslos‘“, erzählte Marion Albrecht von ihren Recherchen.

Sie fand aber dennoch eine Lösung, Anna in ihr Werk würdevoll einzuarbeiten. So ist Anna rechts in verschiedenen Darstellungen zu sehen, unter anderem als kopflose Beschützerin von Maria (im Bild als Kind dargestellt), als Schattenfigur mit Blick auf den Ort, wo der Himmel die Erde berührt. Anna bleibt im Schatten, im Dunkeln, die helle Zeit beginnt ja erst mit Jesu Geburt. Im Zentrum des Bildes ist aber schon zu sehen, dass der Himmel aufreißt, dass das Licht in die Welt kommt.

Drucke der Bilder sind noch bis Ostern in der St.-Annakirche ausgestellt, die täglich von circa 9 bis 18 Uhr geöffnet ist.