Die Anzahl der Tage mit Werten über 30 Grad Celsius hat sich in Mitteleuropa seit den 1970er und 1980er Jahren teilweise mehr als verdoppelt. Die sogenannten „heißen Tage“ und anhaltende Hitzewellen treten laut Pressemitteilung der Stadt auch in Forchheim immer häufiger auf. Die Stadtverwaltung Forchheim erarbeite daher Maßnahmen, um die Bürger vor den negativen Gesundheitsauswirkungen zu schützen.

Die Stadtverwaltung ruft dazu auf, mitzumachen über die Plattform der Stadt unter mitmachen.forchheim.de. Im Klimaschutzkonzept hat der Stadtrat demnach 2023 mehrere Maßnahmen zur Anpassung an das veränderte Klima festgelegt. Die Stabstellen Klimaschutzmanagement und Wassermanagement, das Stadtplanungsamt und das Tiefbauamt sowie das Amt für Öffentliches Grün und Biodiversität arbeiten an der Umsetzung.

Trinkwasserbrunnen

Bereits erfolgt ist demnach die Einrichtung zweier öffentlicher Trinkwasserbrunnen: Standorte sind der Paradeplatz sowie der Mehrgenerationenspielplatz am Streckerplatz.

Zur Erstellung von Stadtklimaanalysen wurden mit Hilfe einer Befliegung des Stadtgebiets erste KI-auswertbare Thermaldaten aufgenommen, um die Hitzeinseln im Stadtgebiet zu identifizieren. Zusätzlich werden weitere Wetterstationen und Temperatursensoren installiert. Diese Daten sollen unter anderem in einen Hitzeaktionsplan fließen. Dieser Plan soll künftig dazu beitragen, mit Hilfe eines Hitzewarnsystems die Kommunikation von Extremwetterereignissen zu verbessern: für alle Einsatzkräfte, zur Berücksichtigung im Gesundheits- und Sozialwesen, für Risikogruppen und alle Bürger. Der Plan soll ebenfalls langfristige Planungen zum Schutz vor Hitze beinhalten.

Über die Mitmachplattform sind alle bis zum 30. September dazu aufgerufen, am Projekt „Hitze in Forchheim: Wo sind heiße und kühle Orte?“ mitzuwirken. Gefragt wird: „Wo ist es im Sommer zu heiß und wo angenehm kühl?“

Im Sommer 2025 hatten Forchheimerinnen und Forchheimer bereits Hitze-Hotspots und kühle Rückzugsorte in ihrer Stadt markiert. Diese Beiträge sind weiterhin einsehbar. Jetzt geht die Beteiligung in die nächste Runde. red