Bis vor wenigen Jahren war der Blick auf tote Körper und das Erforschen der anatomischen Beschaffenheit ausschließlich das Vorrecht von Medizinern in den Sektionssälen der Universitäten. Das Projekt „Der menschliche Körper – lernen von den Toten“ hat sich nun der Aufgabe gewidmet, anatomisches Wissen an interessierte Besucher – insbesondere an Schulklassen – zu vermitteln. Aber auch für Mediziner, Pflegekräfte und andere ist die Ausstellung interessant. Zu sehen ist die Ausstellung am Sonntag, 22. Mai, von 11 bis 18 Uhr in der Volksbank-Eventhalle in Forchheim .
Grundlage hierfür ist eine umfangreiche Sammlung von Exponaten , bestehend aus konservierten menschlichen Körpern, Organen und Moulagen. Ausführliche Erklärungen, Multimediavorführungen und Lehrtafeln zu allgemeinen und spezifischen Themen des menschlichen Körpers dienen der Wissensvermittlung.
Dabei befasst sich die Ausstellung mit sämtlichen lehrplangerechten Themen der Klassenstufen sechs bis zwölf und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterbildung in medizinischen Berufen. Darüber hinaus besteht Gelegenheit, sich ausführlich mit den Themen Organspende, Krebs, HIV, Alkohol und Nikotin auseinanderzusetzen.
Die Ausstellungen verzichtet bei der Präsentation der Ganzkörperexponate ganz bewusst auf reißerische, unnatürliche Posen und auf Effekthascherei . Auch auf eine nachträgliche künstliche Einfärbung der Muskeln wurde verzichtet.
Optisch gleichen die Exponate den Körperspendern auf den Seziertischen der Universitäten, die angehenden Mediziner zum Studium der Anatomie dienen.
Die gezeigten plastinierten Exponate sind eine Leihgabe der Firma Corcoran Laboratories, Michigan (USA) – dem führenden amerikanischen Hersteller medizinischer Präparate - für medizinische Fakultäten. Diese stellt die Exponate für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung. red