Die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen in den vergangenen vier Wochen sehr agil fort. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Forchheim reduzierte sich im März um 11,2 Prozent beziehungsweise 216 Personen auf 1715.

Seit dem letzten Jahr ist die Arbeitslosigkeit um 22,6 Prozent (500 Personen) gesunken. Zusammen mit dem Landkreis Bamberg verzeichnet Forchheim im Bezirk der Arbeitsagentur den kräftigsten Rückgang.

Es verloren im abgelaufenen Monat 22,8 Prozent weniger Personen (46) ihren Arbeitsplatz als im letzten Jahr. Gleich-zeitig fanden 13,1 Prozent weniger Menschen (44) eine neue Beschäftigung als 2021.

Die Arbeitslosenquote beträgt 2,5 Prozent (Februar 2,9 Prozent). Das gilt als Vollbeschäftigung. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 3,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 14 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent unter dem Niveau zu Beginn der Corona-Krise vor zwei Jahren.

Es gibt 1067 freie Stellen

Im März bekam der Arbeitgeberservice 234 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet, 10,3 Prozent weniger (27) als im Vorjahr. Im Bestand gibt es 1067 Stellen, 41,3 Prozent mehr (312) als vor einem Jahr. Die Einschätzung von Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt lautet: „Nachdem die Arbeitslosigkeit bereits im Februar aufgrund des ausgebliebenen Wintereinbruchs leicht zurückging, kam die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im März richtig in Schwung. Normalerweise warten viele Betriebe aus Witterungsgründen vorsorglich noch die Osterfeiertage für Wiedereinstellungen ab. In diesem Jahr haben die meisten ihre über den Winter freigestellten Mitarbeiter jedoch bereits in den letzten Wochen wieder eingestellt.“

Überwiegend Männer profitieren vom saisonalen Aufschwung nach der Winterpause, da sie den Großteil der in witterungsabhängigen Berufen Beschäftigten ausmachen. red