Das Flussparadies Franken will die Menschen in der Region für die heimischen Flusslandschaften begeistern. Denn Flüsse sind die Lebensadern der Natur und prägen wesentlich den Charakter einer Landschaft. Ihr ökologischer Wert liegt in der Dynamik des fließenden Wassers . Es lässt vielfältigste Lebensräume auf engstem Raum entstehen und wieder vergehen. Die Botschaft lautet: Wir brauchen so viele naturnahe Flusskilometer wie möglich. Es müssen gleichzeitig ortsnah hochwertige Erholungsmöglichkeiten am Wasser entstehen und wesentliche Flussbereiche als Ruhezonen für die Natur dienen.

Zusammen mit verschiedenen Partnern setzt das Flussparadies Franken unterschiedliche Projekte um. Sie laden Jung und Alt dazu ein, rauszugehen, um das Main- und Regnitztal zu entdecken und Natur und Kultur besser zu verstehen. Dabei legt Geschäftsführerin Anne Schmitt Wert darauf, dass die Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert werden. Derzeit werden beispielsweise die Faltblätter für den Flusspfad Bamberg und den Weinradweg am Main überabeitet. Zusammen mit den Gemeinden und den Wandervereinen ist geplant, im Frühjahr zwischen Altendorf, Hirschaid und Hallerdorf einen Karpfenweg zu markieren. Damit wird der Sieben-Flüsse-Wanderweg noch besser an die Gastwirtschaften und Bahnhöfe angebunden. Und die Röbersdorfer, Sassanfahrter, Seußlinger, Juliushofer, Großbuchfelder, Schlüsselauer, Erlacher und Köttmannsdorfer können ohne Auto direkt von zu Hause aus zu einer Wanderung starten.

Das derzeit finanziell größte Projekt „Kunstbegegnungen am Kanal“ soll 2022 weitergehen. Auch hier geht es darum, einen neuen Blick auf die eigene Umgebung zu werfen und Austausch zu ermöglichen. Diesen Herbst konnten die ersten drei Skulpturen am Regnitz-Radweg von drei internationalen Bildhauern verwirklicht werden. Sie stehen am westlichen Kanalufer - also auf der „Steigerwaldseite“ - zwischen Neuses a.d.Regnitz und der Schleuse Strullendorf.

Die Zusammenarbeit ist unter Corona-Bedingungen eine große Herausforderung, die unterschiedlich gut gelingt – auch wenn das Treffen der „Partner für den Main“, in dem sich Naturschutz , Kanuvermieter, Kommunen und Behörden normalerweise einmal jährlich direkt austauschen, bisher noch nicht stattfinden konnte. Voraussichtlich wird der Termin nächstes Jahr online organisiert werden müssen.

Fest für das kommende Jahr eingeplant ist die Müll-Sammel-Aktion am Main und seinen Zuflüssen. Im Rahmen des Aktionsjahres „Mein Main“ soll diese anlässlich des Weltwassertages (22. März) erstmals entlang des gesamten Flusses koordiniert werden. Die Gruppen, die 2021 gesammelt haben, haben gut umsetzbare Konzepte für Hygienemaßnahmen erprobt. red