An den drei Realschulen und drei Gymnasien im Landkreis Forchheim fand die Anmeldewoche statt. Nachdem auch der Probeunterricht durchgeführt wurde, liegen nun die endgültigen Anmeldezahlen vor.
Was in anderen Kommunen bereits seit Jahren Praxis ist, musste laut Pressemitteilung des Landratsamts in diesem Jahr erstmals auch im Landkreis Forchheim umgesetzt werden: Die Steuerung der Neuanmeldungen an den weiterführenden Schulen.
Aufgrund von Platzmangel kann die Realschule Forchheim fürs Schuljahr 2026/27 nur noch fünf Eingangsklassen aufnehmen – in den Vorjahren waren es in der Regel sechs gewesen. Durch die Rückkehrer vom Gymnasium stieg die Jahrgangsgröße häufig auf sieben Parallelklassen an. Dies sei nun räumlich nicht mehr zu stemmen, zumal die demografische Prognose des Einzugsbereichs einen weiteren Schülerzuwachs für die nächsten Jahre erwarten lasse. Konkret hieß das, dass die Realschule Forchheim nur noch Kinder aus landkreiseigenen Gemeinden aufnahm, und zwar auch nur noch aus solchen, die beförderungsrechtlich keine alternative Realschule im Landkreis erreichen können.
An der Realschule Forchheim werden nun 122 Kinder in die fünften Klassen aufgenommen – im Vergleich zu 156 Kindern im Vorjahr. Dabei musste kein Kind aus dem Landkreis abgewiesen werden. Dies hätte einige Kinder aus Hallerndorf und Langensendelbach treffen können, die auch die Realschulen in Hirschaid beziehungsweise Erlangen wählen können. An den anderen Realschulen und auch an den Gymnasien im Landkreis Forchheim gab es keine Beschränkung bezüglich der Aufnahme. Ebenfalls fünf neue fünfte Klassen werden an der Realschule Ebermannstadt gebildet, aus 123 Neuanmeldungen. Dies sind drei Kinder mehr als im Vorjahr.
Die Verteilung der zukünftigen Fünftklässler auf die Herkunftsorte blieb in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, obwohl Kinder aus einigen Orten nun nicht mehr zwischen Forchheim und Ebermannstadt wählen konnten.
An der Realschule Gräfenberg ist die Anmeldezahl dagegen deutlich gewachsen im Vergleich zum Vorjahr, nämlich von 82 auf 113. Da der Einzugsbereich sich allerdings kaum mit dem der Realschule Forchheim decke, sei dies wohl eher auf die demografische Entwicklung und die gestiegene Attraktivität der Schule dank umfassender Sanierung und Erweiterungsbau zurückzuführen. Während es im letzten Jahr vier kleine Klassen gab, ist für das neue Schuljahr noch unklar, ob vier oder fünf Eingangsklassen entstehen.
Ebenfalls deutlich angestiegen sind die Anmeldezahlen am Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim . 173 Kinder werden dort in sechs Eingangsklassen sitzen – eine Klasse mehr als im Vorjahr (146 Kinder). Seit der Umstellung auf G9 ist das EGF auf über 1000 Schüler angewachsen und stößt damit bald an seine Kapazitätsgrenze.
Auch am Herder-Gymnasium Forchheim gab es mehr Neuanmeldungen als im Vorjahr. Hier werden wie schon seit einigen Jahren vier Eingangsklassen gebildet mit 108 Schülern (Vorjahr: 94). Ähnlich viele Schülerinnen und Schüler haben sich für das Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) in Ebermannstadt entschieden, 104. Also wird es auch dort die traditionellen vier Eingangsklassen geben. Im Vorjahr hatte es am GFS 112 Anmeldungen gegeben.
Außer an der Realschule Forchheim wurden an allen weiterführenden Schulen auch Kinder von außerhalb des Landkreises Forchheim aufgenommen. Im Gegenzug besuchen viele Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Forchheim auswärtige Schulen – insbesondere in Hirschaid, Erlangen, Spardorf und Eckental. Seit vielen Jahren werde bei den weiterführenden Schulen landkreisübergreifend zusammengearbeitet. Etwa ab 2032 komme der Geburtenrückgang an den weiterführenden Schulen an. red