Am Donnerstag, 5. Mai, 19.30 Uhr, findet im Haus der Katholischen Kirche in Tüchersfeld (neben der Kirche) ein Vortrag über Kriegsfotografie im 1. Weltkrieg statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Dem Fränkische-Schweiz-Museum ist es gelungen, einen ausgewiesenen Experten als Referenten zu gewinnen.

„Mit der Kamera bewaffnet. Krieg, Fotografie und Propaganda 1914 – 1918“ lautet das Spezialthema des Referenten Anton Holzer aus Wien, der zum Thema mehrere Bücher und Aufsätze veröffentlicht hat.

Aktuell ist erneut zu erkennen, wie wichtig Bilder in der Meinungsfindung über kriegerische Ereignisse sind. Die Macht der Bilder war schon im 1. Weltkrieg ein wichtiges Werkzeug, um die Bevölkerung sowohl über den Kriegsverlauf zu informieren als auch die Meinung in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Erstmals hatten auch viele einfache Soldaten Fotokameras mit an der Front und konnten so das Kriegsgeschehen und ihren Alltag nach Hause übermitteln. Tausende von Bildern wurden von den Soldaten aufgenommen und nach Hause geschickt. Den Lieben daheim wurden Details auf den Bildern genauer erklärt. Die Bildmotive sind vielfältig: Sie zeigen Grabenstellungen, Waffen, Kameraden, Ruhephasen im Unterstand und vor allem zu Beginn des Krieges zahlreiche Totengedenken und Grablegen.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 09242/7417090 im Fränkische-Schweiz-Museum Tüchersfeld . Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Tragen zumindest einer medizinischen Maske ist Pflicht. red