Seit 2018 liegt ein Antrag der Firma Bärnreuther und Deuerlein beim Landratsamt Forchheim vor, mit dem im bisherigen Kalksteinbruch nördlich von Gräfenberg auch Gleisschotter oder Bauschutt zur Renaturierung verwendet werden kann. Der Bund Naturschutz (BN) und die Interessengemeinschaft Steinbruch Gräfenberg (IGS) fordern nun laut Pressemitteilung die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung.

Einig seien sich BN und IGS, dass auch künftig nur unbelasteter Bodenaushub und die "geogen gleichartig belasteten Böden" sowie Abraummaterial zur Renaturierung der abgebauten Bereiche des Steinbruchs verwendet werden sollen. Bei einem mehrstündigen Strategiegespräch - als Videokonferenz durchgeführt - seien die Beteiligten von BN und der IGS zum Ergebnis gekommen, hier künftig enger zusammenzuarbeiten. Auch Rechtsberatung einer in Immissionsschutzrecht , Abfall- und Naturschutzrecht kompetenten Kanzlei solle eingeholt werden.

"Wir sind sehr besorgt über die möglichen Auswirkungen auf Grund- und Oberflächenwasserbereiche unterhalb des Steinbruchs wie Brunnen, Quellen oder Oberflächengewässer wie zum Beispiel die Kalkach", schreibt der BN.

"Gerade die vermehrten Niederschlagsmengen der letzten Tage bringen wieder viele Quellen rund um das Gebiet zum Vorschein. Es handelt sich hier um ein sensibles Ökosystem ", wird Kathrin Meinhardt, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Gräfenberger Oberland, zitiert.

"In Sachen Sandabbau Kleinsendelbach wird der BN seit Jahren immer wieder hingehalten. In Gräfenberg geht es aber zusätzlich um die Verfüllung grundwassergefährdender Stoffe", meint Ulrich Buchholz, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Forchheim. red