„Auf den Spuren des Wassers “ war das Thema einer Wanderung , zu welcher der Fränkische-Schweiz-Verein Engelhardsberg eingeladen hatte. Vorsitzender Erhard Endres begrüßte 15 interessierte Teilnehmer.

Kolbenpumpe am Adlerstein

Durch die „Riesenburg“ ging es hinab ins Tal zum alten Pumphaus. Bis zum Anschluss des Dorfes an die zentrale Wasserversorgung des Marktes Wiesenttal vor zehn Jahren wurde das Trinkwasser mit der Wasserkraft der Wiesent mit einer Kolbenpumpe zum 200 Meter höher gelegenen Hochbehälter unterhalb des Adlersteins gepumpt. Von hier aus floss es dann über das Ortsnetz zu den einzelnen Anwesen.

Wasser in Fässern

Das war jedoch nicht immer so. Vor dem Bau der Wasserversorgung 1914 musste das kostbare Nass für die Dorfbewohner von der Quelle im Tal hinauf auf die Jurahochfläche in kleinen Fässern getragen werden. Das Vieh bekam seine Tränke aus mehreren Zisternen und Weihern im Dorf. In ihnen wurde das Regenwasser aufgefangen und gespeichert.

Mit dem Bau der Wasserleitung 1914 ging auch das Schmücken der drei Engelhardsberger Dorfbrunnen einher. Doch schon vorher wurde die Quelle im Wiesenttal österlich herausgeputzt. Alljährlich sandte die Gemeinde am Gründonnerstag zwei sogenannte Feger ins Tal und ließ den Brunnen samt Umfeld gründlich reinigen. Nach getaner Arbeit stellten sie ein geschmücktes Fichtenbäumchen an der Quelle auf. Dieses historische Ereignis vollzogen auch die Mitglieder des Fränkische-Schweiz-Vereins auf ihrer kleinen Wanderung nach. Über den „Wasserweg“ ging es nach einer zünftigen Brotzeit wieder hinauf ins Juradorf.

Die drei Brunnen in Engelhardsberg werden heuer am Ostersamstag wieder geschmückt. Auch das Ostersingen in der Osternacht findet statt, kündigt der FSV-Vorsitzende Erhard Endres an. hl