Florian Storch ist der alte und neue Ortssprecher von Hainert. Er ist für die Legislaturperiode 2020 bis 2026 erneut am Ratstisch in der Stammgemeinde Knetzgau mit beratender Stimme vertreten und darf auch Anträge stellen. Darauf verwies Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD). Er bildete gemeinsam mit Zweitem Bürgermeister Stefan Seubert und dem Hainerter Tobias Reßmann am Mittwochabend in der Sporthalle von Hainert den Wahlausschuss zur Ortssprecherwahl.

Da mit Florian Storch nur ein Kandidat aus den Reihen der Anwesenden vorgeschlagen wurde, durften auf dem Stimmzettel auch andere Namen bei der anschließenden geheimen Wahl vorgeschlagen werden. Dies waren Marika Schwemmlein, Sascha Pataky, Tobias Reßmann und Michael Werner, auf den zwei Stimmen entfielen. Für Florian Storch entschieden sich 42 Wähler, und eine Stimme war ungültig. Bürgermeister Paulus verwies eingangs auf die bayerische Gemeindeordnung. Diese besagt: In Gemeindeteilen, die am 18. Januar 1952 noch selbstständige Gemeinde waren und die im Gemeinderat nicht vertreten sind, hat auf Antrag eines Drittels der dort ansässigen Gemeindebürger der Bürgermeister eine Ortsversammlung einzuberufen, die aus ihrer Mitte in geheimer Wahl einen Ortssprecher wählt. Die Amtszeit des Ortssprechers endet mit der Wahlzeit des Gemeinderates. Sollte es ein Nachrücken eines Hainerter Gemeinderates geben, scheidet der Ortssprecher nicht aus. Darauf verwies Paulus genauso wie auf das Einhalten der Hygienevorschriften.

Der Bürgermeister nutzte die Ortssprecherwahl im Anschluss quasi als Bürgerversammlung in abgespeckter Variante. Er stellte anhand einer Skizze einen ersten Entwurf für die Neugestaltung des Hainerter Friedhofs vor. Laut Planung soll der Weg entlang der Mauer erneuert werden. Dies sei als Wunsch der Hainerter vom bisherigen und neuen Ortssprecher am Ratstisch vorgebracht worden. Im Fokus der Sanierung steht die zunehmende Nachfrage für Urnenbestattungen. Angedacht sind sowohl Urnengräber als auch Platten im Bereich der Aussegnungshalle.

Laut Bürgermeister ist das Thema auch schon in der Kirchengemeinde zum Tragen gekommen. Am Schaukasten im Kircheneingang ist bereits ein erster Vorentwurf zu sehen. Die Hainerter Bürger können sich auch Anregungen für Urnengräber in den Friedhöfen in Knetzgau und Oberschwappach holen. Die vorgefertigten Skizzen sollen auch in den Schaukästen im Gemeindebereich von Hainert ausgehängt werden. Der voraussichtliche Beginn der Arbeiten ist für das nächste Jahr geplant.

Ferner verwies Paulus auf den Besuch bei der Geburt eines Kindes. Dieser findet coronabedingt im Augenblick nur an der Haustür der Familien statt. cr