Schon eine halbe Stunde vor Beginn standen die Kinder am Tor zum Hof der Musikschule. Schließlich ist die Bühne hinter der Musikschule beim Altstadtfest der Mittelpunkt des Kinderprogramms. Beim Kindertheater "Joaquino Payaso und seine 7 Koffer" von und mit Achim Sonntag hat es viel zu sehen gegeben und Kinder kamen voll auf ihre Kosten. Mit dem Clownstheater für Kinder ab drei Jahren zog er sein Zielpublikum im Handumdrehen in seinen Bann. Die Sieben ist eine wahrhaft magische Zahl. Manchmal sogar mystisch, taucht sie doch überall dort auf, wo Magie, Mystik und göttliche Fügung vermutet werden.


Singender Clown

Nachdem Juaquino Payaso mit viel Gepäck die Treppe zur Bühne gestolpert war, sorgte er schon für Lachsalven. Nachdem ihn ein Mädchen von einer missklingenden Tröte in seinem Mund befreit hatte, sang der Clown, dem man seine Auslandszeit in Spanien anhört, den Kindern auf einer einsaitigen Gitarre ein Lied und las etwas ungeschickt und in verschiedenen Sprachen aus der Zeitung vor.
Eine Gitarre, Tröten, Zeitungen und Tücher kamen da unter anderem zum Vorschein, mit denen der Clown musizierte, zauberte und das Publikum in Staunen versetzte. Sogar eine kleine Spanischstunde gab es vom Mann in der weißen Hose, dem gestreiften Shirt, den bunten und löchrigen Socken sowie dem schwarzen Hut. Zumindest sollten nach der Vorstellung nun alle wissen, dass das spanische Wort "siete" auf Deutsch "sieben" bedeutet. Zur anfänglich großen Enttäuschung der Kleinen ist der kleine Koffer ganz leer, doch mit dem Clown scheint plötzlich etwas nicht zu stimmen. Er wird unruhig und kratzt sich am ganzen Körper. Ein plötzlicher Anflug von Lampenfieber?
"Oh nein, da war ja mein Flohzirkus drin!" Alle 22 "Artisten" sind getürmt und springen nun munter im Publikum umher. Mit seinem spanischen Akzent fordert er die Kinder auf, ihm beim Einfangen seiner Flöhe zu helfen - was natürlich nur mit Gequieke und viel Lärm gelang. "Seltsam", wundert sich Payaso, "ich hatte immer 22 Flöhe, und jetzt sind es - Moment, ich zähle - 4871!"


Nicht nur die Kleinen lachen

Tatkräftig sammelten die Kinder sie wieder zusammen und durften einen Salto mortale des Flohs Paquito bewundern. Die kleinen und großen Zuschauer lachen und klatschen - auch, als der komische Clown einem Papa den Schuh klaut, sich in einer ellenlangen Zeitungsschlange verheddert oder mit Zaubereiern versucht, sich etwas zu Essen zu machen und die Eier auf dem Boden zerschellen.
Zwei Stunden später ging es dann mit "Happy Birthday Joaquino Payaso" genau so lustig und unterhaltsam weiter. Der Geburtstag ist einer der schönsten Tage des Jahres für Kinder. So auch für den Clown Joaquino Payaso. Und er bekommt einen ganzen Haufen Geschenke. Beim Auspacken der Geschenke hatten die kleinen Zuschauer genau so viel Spaß wie er selber. Da gab es lustige artistische Kunststückchen, musikalische Einlagen, viel Clownerie und selbstverständlich, wie in allen Stücken von Achim Sonntag, Mitmachaktionen für die Kinder.
Am Sonntag zeigte Krowis Puppenbühne das Stück "Ritter Rudis Drachentrick" und im Anschluss noch "Müffel, Schnüffel, Glückspantüffel" mit der verliebten Pelle und seiner Herzenshundedame Pina. Bea Wirth, die für das Kinderprogramm verantwortlich zeichnet, zeigte sich am Ende des Kinderprogramms sehr zufrieden.