Acht Punkte sind den Höchstadter Grünen in ihrem Wahlprogramm besonders wichtig. In einem Pressegespräch im Restaurant "Aischblick" stellten einige Mitglieder des Ortsverbands diese Punkte vor. 1. Grünflächen erhalten und Artenvielfalt gewinnen: Christoph Reuß forderte, auf Herbizide und Fungizide zu verzichten und die Grundwasservorräte nachhaltig zu schützen, genauso wie Bäume und Gehölze, die eine wichtige Funktion haben. Viele Neubaugebiete in Höchstadt hätten keine Grünabgrenzung. Es fehle die Durchgrünung der Innenstadt. 2. Transparenz: Peter Winkler pochte darauf, Entscheidungsprozesse transparent zu machen und die Bürger nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Man müsse sie vielmehr über Internetplattformen informieren. Nicht öffentliche Sitzungstagepunkte sollten reduziert werden, und die Offenlegung aller Ämter und Mitgliedschaften sei ebenfalls wichtig.

3. Ein nachhaltiges Höchstadt, eine klimaneutrale und soziale Stadtplanung: Andreas Popp kritisierte, dass in Höchstadt der Flächenverbrauch überproportional hoch sei, die Flächenversiegelung sei "zügellos". Er sprach sich für einen nachhaltig geplanten sozialen Wohnungsbau aus, kommunale Wohnungsbaugesellschaften seien zu stärken. "Wir brauchen eine lebenswerte Umwelt, die es für die kommenden Generationen zu erhalten gilt!"

4. Klimafreundliche Mobilität: Die mehr als 20 Ortsteile seien benachteiligt, stellte Lydia Göbel fest. Es fehlten Buslinien, Rad- und Gehwege seien nicht ausgebaut. Der wohnortgerechte, günstige öffentliche Nahverkehr solle weiterentwickelt werden, das Radwegnetz müsse über die Stadtgrenzen hinaus ausgebaut werden und sicherer Verkehrsraum für alle Fußgänger sei zu schaffen. Carsharing und CO2 -lose oder -arme Fahrzeuge seien zu bevorzugen. "Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht das Auto!" 5. Nachhaltige Ökonomie und ökologische Energieversorgung: Die Stadt solle Photovoltaik auf überbauten Flächen fördern, bei öffentlichen Bauvorhaben solle dies mit eingeplant werden, forderte Werner Friedrich. Er prangerte zudem die Lichtverschmutzung im Aischpark an. Man müsse einem kommunalen, dezentralen Stromversorgungsnetz aus regenerativen Quellen den Vorzug geben sowie Rohstoffe einsparen und neue Lebensqualitäten freisetzen, Investoren von Solarparks vor Ort beteiligen und auf Nachhaltigkeit achten.

6. Ein soziales Höchstadt: Sonja Koenigk, der Sprecherin des Ortsverbands, liegt der Zusammenhalt der Bürger am Herzen. Dieser solle durch Begegnung und Austausch entstehen, lebendige Ortskerne seien wichtig wie auch eine wohnortnahe Versorgung. Treffpunkte für Jugendliche seien auszubauen, Mehrgenerationenhäuser müssten als soziale Wohnform gefördert werden, die Kita-Öffnungszeiten müssten familienfreundlicher werden. "Wir wollen keine Neubaugebiete verhindern, es sollte nur ökologisch sinnvoll und nachhaltig gebaut werden!" Es brauche einen Interessenbeauftragten für Senioren und Behinderte und des Kreiskrankenhaus St. Anna müsse für die Bürger langfristig gesichert sein. 7. Stärkung, Weiterentwicklung und Förderung von Kunst und Kultur: Die historische Substanz Höchstadts müsse erhalten werden, das kulturelle Leben weiter unterstützt werden, erklärte Sonja Koenigk. 8. Optimale Bildung für Kinder und Jugendliche: Für die Digitalisierung in den Schulen müsse alles getan werden, so Peter Winkler. Kreative, naturnahe Räume müssten geschaffen werden. Es brauche mehr Ganztagsangebote. Die Förderung von Start-up-Talenten sei wichtiger als Logistikzentren.