Beitragsbedarfsberechnung und Bestattung waren die Themen im Gemeinderat Langensendelbach. In der Sitzung ging es zunächst um das Thema Baumbestattung und Erdurnengräber auf dem Friedhof Langensendelbach.

Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB) betonte, dass die Urnenbestattung in Langensendelbach und Bräuningshof immer mehr nachgefragt werde, da die Pflege der großen Erdgräber immer schwieriger für die Angehörigen sei. Dazu stellte Heinrich Kettler von der Friedhofsplaner-Gesellschaft das Ergebnis eines runden Tisches mit Verwaltung, Bestattern und Steinmetzen vor, bei dem die Eckpunkte für die Umsetzung eines Baumurnenfeldes festgelegt wurden. So wurden die Lage, Grabgröße des Baumurnenfeldes, Pultsteingröße, Bepflanzung mit Bodendeckern und die Platzierung der Urnenrohre (Firma Terrapax) festgelegt. Weiter wurden die Lage von zusätzlichen Erdurnengräbern, eines anonymen Grabfelds für Amtsbestattung und anonyme Bestattung vorgesehen. Vorerst werden im Grabfeld J (Baumurnenfeld) durch den Bauhof 40 Grabstellen angelegt. Eine Erweiterung auf 95 Grabstellen könne unproblematisch ermöglicht werden, sagte Kettler. Im bisher unbelegten Grabfeld H werden weitere 28 Erdurnengräber angelegt. Das anonyme Grabfeld ist hinter der Aussegnungshalle angedacht. In einer Baumschule wurden für entsprechende Bäume, die einen Stammumfang von 30 bis 35 Zentimetern sowie eine Höhe von mindestens fünf Metern haben, ein Kostenvoranschlag eingeholt.

"Jeder", erklärte Kettler, "der hier bestattet wird, hat einen Namen, das macht einen Friedhof aus." Deshalb gebe es auch die Pultsteine für die Urnengräber. Es wird damit die Möglichkeit geschaffen, dass Angehörige etwas ablegen können. Es sollen hierfür drei Mustergräber angelegt werden, damit man sich vorstellen kann, wie die Gräber aussehen. Die Gesamtkosten für Bäume, Urnenröhren, Bodendecker, Rasenkantsteine und Arbeitskosten durch den Bauhof belaufen sich zunächst auf rund 20 000 Euro. Damit entsteht ein neues Angebot für Urnenbestattung auch in anonymer Form.

Für Jochen Düsel (CSU) ist die vorgestellte Planung annehmbar und praktikabel, und für den Zweiten Bürgermeister Matthias Kern (FW) hat der Entwurf Hand und Fuß. Ein geschwungener Weg erschließt den neuen Friedhofsteil. Sitzbänke sollen den Trauernden die Möglichkeit zum Verweilen bieten, ergänzte Bürgermeister Siebenhaar. Das Gremium beauftragte den Bürgermeister und die Verwaltung, die Umsetzung des Baumurnenfeldes sowie der Erdurnengräber mit dem Bauhof zeitnah vorzunehmen.