Der FC Mitwitz hat ein nervenaufreibendes Pokalfinale hinter sich. Am vergangenen Sonntag zwang der Bezirksligist den Kreisligisten TSV Meeder erst im Elfmeterschießen in die Knie. Mitwitz-Trainer Erik Vetter hätte die Partie nach der 1:0-Führung gerne schon früher entschieden: "Wir wollten pressen und das haben wir 40 Minuten lang gut gemacht, aber zu wenig aus unseren Chancen", sagt er. Nach dem Gegentreffer kurz vor der Pause habe seine Mannschaft in der zweiten Hälfte dem hohen Aufwand Tribut zollen müssen.

Die Folge: Der 1:2-Rückstand nach 60 Minuten. Dazu musste Johannes Schmidt kurz vor dem Ende noch mit Gelb-Rot vom Platz. Doch Christoph Müller gelang noch der Lucky Punch. Und im Elfmeterschießen avancierte der eingewechselte Keeper Jan Winterstein zum Elfmeterkiller. "Wir hatten vorher Elfmeterschießen trainiert und ich habe mir einfach alle Möglichkeiten offen gelassen. Aber Jan Winterstein ist ja ein bekannter Name in Sachen Elfmeter. Das habe ich mir zu Nutzen gemacht", erklärt Vetter den Torwarttausch kurz vor Schluss. Nach dem dramatischen Pokal-Sieg gehen die Mitwitzer nun mit viel Euphorie ins Bezirksligaspiel beim SV Coburg-Ketschendorf am Sonntag um 16 Uhr. SV Ketschendorf (10./24) - FC Mitwitz (13./22)

Die Ketschendorfer sind mit einer 0:2-Niederlage gegen Mönchröden und einem 1:1 gegen den TSV Marktzeuln aus der Corona-Pause gestartet. Der Druck ist für die Mannschaft von Trainer Patrick Schubert im direkten Duell mit dem Konkurrenten um den Klassenerhalt deshalb hoch: "Ziel kann es auf heimischem Terrain nur sein, die Punkte einzufahren und sich etwas Luft zu den Abstiegsrängen zu verschaffen. Gelingt uns das, sind wir voll im Soll. Andernfalls sind wir mehr denn je im Abstiegsstrudel. Dies gilt es aber zu vermeiden. Die starke Leistung vom vergangenen Wochenende gibt uns Zuversicht", sagt Schubert.

Doch auch sein Pendant auf Mitwitzer Seite ist positiv gestimmt: "Wir haben uns in den letzten Spielen viele gute Möglichkeiten erarbeitet und sind in der Offensive reifer und stärker geworden", erklärt Vetter im Hinblick auf die bislang magere Torausbeute von nur 20 Saisontreffern. Doch auch vom Gegner (17) ist wohl kein Offensivfeuerwerk zu erwarten. Dafür stellen die Ketschendorfer mit ihren 24 Gegentreffern die fünftbeste Defensive der Liga. "Sie kommen aus der Tiefe und versuchen, umzuschalten und zu kontern. Das ist ihre Waffe", sagt Vetter.

Personell kann er auf alle Akteure zurückgreifen, denn Marc Parchent, der im Pokalfinale noch passen musste, ist wieder an Bord. dob/red SV Ketschendorf: Knoch, Dietz - Jungkunz, Kalk, Kerschagl, Krüger (?), Mayer, Mönch, Schoder, Schuberth, M. Schwesinger, S. Schwesinger, Seyfarth, Tritscher, Wuttke. Es fehlen: Griebel, Reuss (beide verletzt), Bauer (privat verhindert), Shabestari (beruflich verhindert). FC Mitwitz: Winterstein, Sünkel - C. Müller, Hofmann, Engel, Te Kloot, Weiß, Totzauer, Arm, Büttner, Schmidt, Föhrweiser, S. Müller, Parchent, Vetter, Angermüller, Gentzsch.