Martin Grau hat nach seiner zweitbesten Zeit über 3000 Meter Hindernis in Dessau vor einer Woche die nächste Glanzzeit hingelegt. Allerdings über die halbe Distanz und ohne Hürden. Beim Soundtrack-Meeting in Tübingen lief der Athlet vom LSC Höchstadt die 1500 Meter in persönlichem Rekord von 3:42,86 Minuten und rangiert damit in den deutschen Top Ten.
Mit diesen Erfolgen im Rücken kann der 26-Jährige optimistisch nach Sankt Moritz in der Schweiz reisen, wo er sich auf die deutschen Meisterschaften in Nürnberg im Juli und die Europameisterschaften in Berlin im August vorbereitet.


Kürzdörfer fehlen 15 Hundertstel

Mit Spannung erwartete LSC-Trainer Markus Mönius den Auftritt seines dienstältesten Athleten, Marco Kürzdörfer, über 800 Meter. Nach einer schwierigen Vorbereitungsphase und zwei nicht so guten Rennen überraschte dieser mit einem starken Auftritt im C-Lauf. Dank eines starken Endspurts kam er nach 1:51,75 Minute ins Ziel, womit er die Norm für die "Deutsche" nur um 15 Hundertstelsekunden verpasste.
Nicht nur die Höchstadter waren in der beschaulichen Stadt südlich von Stuttgart auf Qualifikationswerte aus. Die besten Mittel- und Langstreckler aus Deutschland sowie zahlreiche international hochkarätige Athleten, um für diverse Meisterschaften die Normen zu erfüllen. Der Veranstalter wurde von Meldungen fast überrollt, so dass der letzte 5000-Meter-Lauf erst kurz nach Mitternacht über die Bühne ging. So mussten auch einige LSCler lange auf ihren Start über 1500 Meter warten. Um 22.30 Uhr ging es los: Niklas Bühner blieb in 3:56,48 Minuten hinter seinen Erwartungen.
Kurz nach diesem Rennen quittierte die komplette Technik auf dem Platz ihren Dienst, was eine Unterbrechung der vom bekannten Fußball-Kommentator Wolf-Dieter Poschmann moderierten Veranstaltung von einer weiteren halben Stunde nach sich zog. Geoffroy Jadoul ließ sich davon nicht beeindrucken und durchbrach zum ersten Mal die Schallmauer von vier Minuten (3:59,69). Immer noch seine Form sucht Bernhard Weinländer. Trotz gutem Finish blieb die Uhr erst bei 4:06,61 Minuten stehen.


Grau trainiert den Vetter

Nur einen Tag nach dem Soundtrack-Meeting schlüpfte Martin Grau in die Rolle des Trainers. Beim Metropolmarathon in Fürth nahm er seinen Vetter Jörg Zenkel (Jahrgang 1988) unter seine Fittiche und führte ihn über den "Halben" (21 Kilometer) in einer Zeit von 1:26,08 Stunde auf den 23. Platz von mehr 1100 Startern. mam