Unter dem Titel "Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod" erklingen am Sonntag, 25. März, um 18 Uhr in der Kirche in Hannberg drei- bis sechsstimmige Vokalkompositionen zur Passionsthematik. Der "CoroCantiamo" aus Erlangen bringt neben Vertonungen aus der fränkisch-schwäbischen Tradition auch eindrucksvolle Passions-Motetten von Andreas Hammerschmidt und dem Leipziger Bach-Vorgänger im Thomaskantorat, Johann Kuhnau, zu Gehör. Höhepunkt ist die Aufführung der Bach-Motette "Jesu, meine Freude" BWV 227, heißt es in der Einladung.
Die Motetten Johann Sebastian Bachs sind allesamt "Leichmotetten", also Gelegenheitskompositionen anlässlich von Trauerfeierlichkeiten. Von den wenigen Motetten, die der große Thomaskantor geschrieben hat, behandeln gleich zwei Kompositionen Texte aus dem achten Kapitel des Römerbriefes. In der am Sonntag erklingenden Motette sind die paulinischen Verse abschnittsweise den Versen des Liedes "Jesu, meine Freude" gegenübergestellt. Tatsächlich wird gerade auch in dieser Motette das Heilswerk Jesu in seiner Bedeutung für den Christen reflektiert und ist eine ganz eigene Art von "Passionsmusik".


Eine Premiere

Der "CoroCantiamo" wurde vor über 25 Jahren von Mitgliedern des Kammerchores an der Universität Erlangen gegründet und stand seitdem unter der Leitung von Marco Schneider, Sänger, Dirigent und Kirchenmusiker an der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Er hat bereits vor zwei Jahren mit einem viel beachteten Adventskonzert in der Hannberger Kirche musiziert, nun erstmalig mit einem Passionsprogramm. Mit einigen seiner Gesangsschüler gestaltet er das Konzert, das um 18 Uhr beginnt. Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten. red