Vier Standorte sind es, die die Ivo-Hennemann-Grundschule ausmachen: Frauendorf, Grundfeld, Unnersdorf und Uetzing. Seit September letzten Jahres ist Uetzing weggefallen, zumindest vorübergehend. Die älteren Grundschüler des Lautergrundes besuchen normalerweise dieses Schulhaus. Schon seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es auch hier einen Hort für Grundschulkinder (für die Schulhäuser Uetzing und Frauendorf) mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und nachmittäglichen Freizeitangeboten. Der alte Hort war im bisherigen Schulgebäude im Mehrzweckraum untergebracht.

Nach dem Umbau stehen im Dachgeschoss sowohl neue Räume für die Lehrkräfte zur Verfügung als auch für den Hort und die Einzelbetreuung von Schülern. Insgesamt hat das sanierte Schulgebäude dann 80 Quadratmeter mehr Nutzfläche. Auch im Schulgarten ändert sich einiges: Eine kleine Fläche muss zwar nun dem einen vorgeschriebenen behindertengerechten Parkplatz und vier Stellplätzen für die Lehrerautos weichen: aber das sei nur unwesentlich weniger, meint Manuel Schrüfer, Ortssprecher und Stadtrat von Uetzing . Er ist regelmäßig vor Ort auf der  Baustelle. Er freut sich, dass der Standort Uetzing aufgewertet wird, dass in die Zukunft der nächsten Generation investiert wird. "Der Uetzinger Nachwuchs ist schon da", sagt er mit Blick auf die Neugeborenen der letzten Monate. Es sei der Grundstein für die nächste Generation, meint er, und an den Geburtenzahlen sehe man, dass Bedarf da sei.

Generalsanierung und Hortanbau

In diesem Schuljahr 2019/20 erfolgt eine Generalsanierung und ein Hortanbau. Deshalb sind die Schüler im Schulhaus Grundfeld und der Hort im Gemeindehaus in Stublang untergebracht. Gudrun Mackert, Rektorin: "Wir haben hin und her überlegt, wo wir in der Zwischenzeit die Kinder unterbringen." Für die Klassen war es nicht schwer, die wurden in Grundfeld aufgenommen: Der frühere Mehrzweckraum dort wurde im letzten Sommer schon vorbereitet, in fröhlichen Farben gestrichen, mit einem Beamer, einer neuwertigen Tafel und den ausgelagerten Möbeln vom Schulhaus Uetzing ausgestattet. Die Klasse 3b (frühere Klasse 2b) ist nun hier mit ihrer Lehrerin Christina Schmitt.  Auch die Klasse 4ab, eine Mischung aus den beiden einstigen Klassen 3a und 3b, hat für ein Jahr mit ihrer Lehrerin Beatrix Rost in Grundfeld eine Bleibe gefunden. Die jetzige Dritte, die Klasse 3a von Christina Gründel, war ja sowieso in Grundfeld.

Schwieriger war es mit der Suche nach einem vorübergehenden Hort-Standort. Er musste eine Küche haben, geräumig sein und zentral liegen. Der Stublanger Stadtrat Wolfgang Herold und seine Ortsvereine zeigten sich da sehr kooperativ und stellten das Gemeindehaus zur Verfügung. "Die Kinder haben hier alles", freut sich Rektorin Mackert, "und vor allem: Sie steigen vom Schulbus aus und müssen noch nicht mal über die Straße."

Hanni Felten, Hortleitung: "Normalerweise sind 19 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im Hort, Corona-bedingt sind es zurzeit vier Kinder." Auch in der Küche des Gemeindehauses sieht es zu Corona-Zeiten anders aus: Statt sich an den gedeckten Tisch zu setzen und sich selbst bei den Speisen zu bedienen, müssen die Kinder jetzt nach vorne zur Essensausgabe gehen und sich dann an den undekorierten Tisch setzen.

Gleichgeblieben ist im Großen und Ganzen die Betreuung. Im Obergeschoss darf fröhlich gespielt werden oder Schüler erledigen ihre Hausaufgaben. In den bevorstehenden Sommerferien ist der Hort geöffnet. Felten: "Wir haben einen Elternbrief rausgegeben und nach dem Bedarf für eine Betreuung gefragt. Der Bedarf ist da."  Der Hort wird dann bis auf wenige Ausnahmen von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet haben. Während der Schulzeit beginnt das Betreuungsangebot zum Schulschluss nach der vierten Schulstunde (11.10 Uhr) und endet um 17 Uhr.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe auch der Transport der Schüler nach Grundfeld  besser geklappt. "Da hat es öfter mal geknirscht", so Gudrun Mackert. Aber das Busunternehmen habe sofort reagiert und Unterstützung angeboten.

Insgesamt 154 Schüler besuchen aktuell die Ivo-Hennemann-Schule. Für das kommende Schuljahr plant man für 168 Kinder. Die dürfen sich dann zusätzlich über einen neu gestalteten Pausenhof freuen und über einen ringsum abgeschlossenen Schulhof. Im Zuge der Sanierung soll auch ein Glasfaseranschluss kommen.

Digitale Tafeln kommen

Gespannt blickt die Rektorin auch auf die Ausstattung mit digitalen Tafeln. Zuvor muss aber noch eine Mammutaufgabe bewältigt werden: der Umzug zurück.  Möbel, Deko, Geräte, Papier- und andere Unterrichtsmaterialien seien auf die Standorte verteilt und eingelagert worden, einige Gegenstände gar in eine Halle der Stadt ausgelagert. Das müsse sortiert, ausgepackt, eventuell gereinigt und wieder nach Uetzing gebracht werden. "Ich hoff', dass wir Anfang der Ferien einräumen können", freut sich die Rektorin auf das Ende der Bauarbeiten. Und sie stellt fest: "Helfen tun der Elternbeirat und das Bauamt - das schaffen wir schon." Ferienbeginn ist am 24. Juli.