Obwohl in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim Vollbeschäftigung herrscht und Fachkräfte gesucht werden, gelingt es manchen arbeitssuchenden Menschen nicht, sich beruflich zu integrieren. Verschiedene Vermittlungshemmnisse wie psychische Erkrankungen, fehlende Qualifikationen, Suchtabhängigkeiten oder körperliche Gebrechen erschweren den Sprung in den Arbeitsmarkt.
Die sozialen Betriebe der Laufer Mühle sind seit über zwei Jahrzehnten darauf spezialisiert, sogenannten arbeitsmarktfernen Menschen durch Qualifikationen, Therapieangebote, Schulungen und Praktika den Weg aus dem Teufelskreis der Langzeitarbeitslosigkeit zu ebnen. In 17 Betriebsstätten zwischen Eckental und Neustadt, Bamberg und Herzogenaurach werden mehr als 300 Menschen mit schweren Krankheitsverläufen und langen Phasen der Erwerbslosigkeit betreut.
Aktuell finden pro Jahr 30-40 langzeitarbeitslose Personen im Anschluss an eine Integrationsmaßnahme in den Mühlenbetrieben eine Arbeitsstelle. Dabei zahlt sich auch die enge Kooperation der Laufer Mühle mit den Industrie-, Handels- und Handwerksbetrieben in der Region aus. "Hier wird passgenau qualifiziert", freute sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fiebich, die ins Aischgründer Sozialunternehmen gekommen war, um elf Mitarbeitern zu gratulieren, die den Qualifizierungslehrgang Arbeitstherapieanleiter/ IHK erfolgreich durchlaufen haben. red