Lea Winkelmann Für viele ist es eine ungewohnte Vorstellung, zukünftig nur noch mit einer Plastikkarte in der Tasche einkaufen oder tanken zu gehen. Doch vor allem junge Menschen zahlen immer häufiger mit der EC-Karte. Die kontaktlose Variante des elektronischen Bezahlvorgangs, innerhalb der die Transaktion durch das Auflegen der Karte erfolgt, ist gerade zu Corona-Zeiten eine gute Alternative. Wo kann man bereits kontaktlos bezahlen? Und geht der Trend in der Region hin zum kontaktlosen Bezahlen? Diese Bezahlungsoptionen bieten Geschäfte in Bad Staffelstein.

Mehrere Optionen sind möglich

Sonja Rauch betreibt die Aral-Tankstelle in Bad Staffelstein. "Die Option der kontaktlosen Bezahlung haben wir circa ein halbes bis dreiviertel Jahr", sagt sie. In ihrer Tankstelle sei neben der kontaktlosen Kartenzahlung auch eine Zahlung per Smartphone möglich. Mit Payback-Pay lasse sich mit Payback-Punkten bezahlen, sofern diese zuvor beim Einkaufen gesammelt wurden. "Man merkt, dass das kontaktlose Bezahlen zugenommen hat in letzter Zeit", stellt Sonja Rauch fest. Zudem führt sie an, dass natürlich weiterhin Bargeld angenommen wird, weil vor allem für ältere Menschen das Bargeld weiter ein wichtiges Zahlungsmittel bleibt.

Froh über Bargeldzahlungen

Gerade zu Stoßzeiten sei das Tankstellenpersonal oft froh über Bargeldzahler. "Der Bezahlvorgang dauert bei Kartenzahlung wesentlich länger als bei Bargeldzahlung, was schon mal aufhalten kann, wenn die Warteschlange immer länger wird", erklärt Sonja Rauch. Nach den Worten der Tankstellenbetreiberin lasse sich beim Bezahlen ein Generationentrend feststellen: Jüngere Kunden bezahlen demnach sogar kleine Artikel wie Zigaretten und Getränke mit der Karte, während die älteren Kunden vermehrt bar bezahlen.

Der Engelhardts-Keller in Ebensfeld kommt demgegenüber ohne jegliche elektronische Bezahlmethode aus. "Eine Kartenzahlung auf unserem Keller ist nicht geplant", sagt die Betreiberin Angelika Engelhardt. Sie fügt hinzu, dass das System des Kellers mit Selbstbedienung und Bargeldzahlung gut funktioniere und die Nachfrage nach Kartenzahlung nicht groß sei.

Bei kleinen Beträgen keine Karte

Auch die Bäckerei Mayr in Bad Staffelstein benötigt nach Angaben der Inhaberin Susanne Mayr keine Option zur Kartenzahlung. "Für eine Kartenzahlung sind die Beträge zu klein", erklärt sie. In dem von ihr betriebenen Stadtcafé hingegen sei die Einführung einer bargeldlosen Zahlungsoption in nächster Zeit in Planung. Ob es dann auch möglich ist, kontaktlos zu bezahlen, kann Susanne Mayr momentan noch nicht mit Sicherheit sagen. Die Nachfrage nach Kartenzahlung sei auf jeden Fall gegeben. "Viele Urlauber, die das Café besuchen, haben oftmals nicht so viel Bargeld bei sich und würden eine Kartenzahlung bevorzugen", stellt die Besitzerin fest.

In Frank Mirsbergers Modegeschäft "Felicissimo" in Bad Staffelstein ist kontaktloses Bezahlen von Kundenseite noch nicht sehr gefragt. "Bei uns kann man mit EC-Karte zahlen, was vor allem bei jungen Kunden beliebt ist", sagt Mirsberger und bestätigt damit den Generationentrend, den bereits Sonja Rauch in ihrer Tankstelle beobachtete.

Arbeitsaufwand für Händler sinkt

Mirsberger, der auch den Vorsitz der Adam-Riese-Unternehmergemeinschaft innehat, ergänzt, dass vor allem innerhalb der vergangenen fünf Jahre der Bargeldbestand zurückgegangen sei, weil oft sogar kleine Beträge gerne mit EC-Karte gezahlt werden.

Zudem sei in positiver Weise zu beobachten, dass mit der Zunahme des Trends zur elektronischen Zahlung der Arbeitsaufwand für die Einzelhändler sinke. "Zum Beispiel muss ich mein Bargeld dann nicht mehr so oft zur Bank tragen", resümiert Frank Mirsberger.