Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen (beschäfti-gungspflichtige Arbeitgeber), sind gesetzlich (SGB IX) verpflichtet, auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote, teilt die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mit. Zur Überwachung der Erfüllung der Beschäftigungspflicht im Kalenderjahr 2020 müssen die beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber bis spätestens 31. März 2021 der für ihren Sitz zuständigen Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten anzeigen. Um die Ausgleichsabgabe zu berechnen und die Anzeige zu erstellen, können Unternehmen und Arbeitgeber die kostenfreie Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de zur Verfügung. Die Meldung kann auf elektronischem Wege schnell und unbürokratisch vorgenommen werden.

"Behinderte Menschen bei der Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich", so Brigitte Glos, die Leiterin der Agentur. "Speziell geschulte Mitarbeiter informieren einstellungsbereite Firmen und arbeitsuchende Schwerbehinderte zu allen Fragen rund um die Integration in das Arbeitsleben oder in ein Lehrverhältnis. Oftmals ist die Behinderung keine Beeinträchtigung für die berufliche Leistungsfähigkeit eines Menschen. Sie sind ein Gewinn für den Betrieb. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg sind aktuell 1 441 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Durch die Corona Krise sind es 22,5 Prozent bzw. 265 mehr als vor einem Jahr geworden. Zwei Drittel von ihnen haben einen Ausbildungs- oder Studienabschluss - eine Chance zur Fachkräftesicherung für jeden Betrieb mit vorausschauender Personalpolitik." red