Die Mitgliederentwicklung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), der mitgliederstärksten oberfränkischen Berufsvertretung, geht steil nach oben. "Der Bezirksverband Oberfranken steht super da", sagte Vorsitzender Jürgen Köhnlein bei der Hauptversammlung des Kreisverbandes Coburg in der Gaststätte "Langert" in Grub am Forst.
Die Grenze von 20 000 sei bereits beim Bezirkskongress Ende des vergangenen Jahres deutlich überschritten worden. Köhnlein ging besonders auf die unsachliche Diskussion um die geplante Änderung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) und die Einführung der Grenzpolizei durch den neuen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ein.
Der Begriff "Direktion" werde kommen, und die Direktion werde an das Polizeipräsidium Niederbayern angegliedert werden. Sie werde die gleichen Aufgaben wie die Bundespolizei an der Grenze bekommen, informierte Jürgen Köhnlein. Eine klare Forderung der DPolG ist in diesem Zusammenhang, dass die Fahndungskontrollgruppen als vierte Säule bei den Verkehrspolizeiinspektionen bleiben müssen. Der Vorsitzende erinnerte in seinem Geschäftsbericht vor allem an den Besuch des Wasserwerkes der SÜC in Cortendorf, den Ausflug nach Karlsbad, die Fahrt zum Weihnachtsmarkt der Brauerei Kuchlbauer in Abensberg, die 8. Blaulichtparty und den 3. Blaulichtfasching mit jeweils gut 400 Besuchern.
Dem Kreisverband Coburg gehören aktuell weit über 300 Mitglieder an. Durch die hohe Zahl an Neuwerbungen und Neuzugängen aus anderen Bezirken und Versetzungen stieg die Zahl der Mitglieder im BV Oberfranken auf deutlich über 2000 an. Kritisch setzte sich der Vorsitzende mit den prognostizierten Ruhestandsabgängen auseinander. Im vergangenen Jahr gingen 1121 Polizisten in den Ruhestand. In diesem sind 976, im Jahr 2019 917 und im Jahr 2020 982 Abgänge in den Ruhestand geplant. Die Neueinstellungen glichen diese Zahlen gerade einmal aus, eine Erhöhung der Zahl gebe es dadurch nicht, sagte Schikora.
Wolfgang Desombre