Die Stellenbezeichnung klingt etwas sperrig: "Fördermittelmanager". Gemeint ist jemand, der für Vorhaben und Projekte der Stadt Zuschussquellen auftut, die entsprechenden Anträge stellt und sich um alles Erforderliche kümmert. Das, so sagte es Kristina Tapfer, die stellvertretende Leiterin des Personal- und Organisationsamts, sei von den Fachämtern selbst kaum mehr zu leisten.

Sie und SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Tessmer verglichen den Fördermittelmanager mit der zentralen Beschaffungsstelle: Die kümmert sich inzwischen um alle Ausschreibungen der Stadt und der Nachbargemeinden, weil bei solchen Verfahren viele Vorgaben einzuhalten sind. Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) wies darauf hin, dass vor allem Anträge an den Europäischen Sozialfonds sehr umfänglich seien.

Erfahrungen aus anderen Städten wie Bamberg würden zeigen, dass ein solches Fördermittelmanagement seine Kosten schnell wieder einspielen könne, sagte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD).

Die Stelle soll zum 1. Januar 2021 geschaffen werden. Dabei wird zunächst offen gehalten, ob es eine Beamten- oder eine Angestelltenstelle sein soll. Die Stelle wird auch nicht befristet. Betont wurde, dass die möglichen Zuschüsse zu geplanten Projekten gesucht werden müssten, und nicht die Projekte wegen möglicher Zuschüsse aufgelegt werden dürften.

Der Vorschlag von Michael Zimmermann (FDP), erst zu prüfen, ob nicht ein externer Berater diese Funktion übernehmen könne, wurde abgelehnt. sb