Im Jahr 1944 wird ein Junge, Ernst Lossa, der von "Zigeunern" abstammt und als schwieriges Kind gilt, von den Nazis in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen. Dort bekommt er die Todesspritze verabreicht und wird als unwertes Leben aus dem Weg geräumt. Der Journalist und Autor Robert Domes erzählt diese Geschichte aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie. Am Sonntag, 10. Juni, wird um 10 Uhr im Odeonkino, Luitpoldstraße 25, Kai Wessels Verfilmung des Romans von Robert Domes gezeigt. Der Film setzt Ernst Lossa und den Opfern der "Euthanasie"-Programme ein würdiges Denkmal. Nach dem Film steht der Buchautor für ein Gespräch zur Verfügung. Am gleichen Tag liest und erzählt Robert Domes um 18 Uhr im Kapitelsaal, Stephanshof, aus seinem Buch. red