Priesendorf — Schon 32 Jahre alt ist das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Feuerwehr Neuhausen. Kein Wunder also, dass sich Kommandant Roland Söder mit seinen Mannen mit Nachdruck darum bemüht, einen Ersatz zu bekommen. Ein TSF soll es wieder sein, untermauerte Söder in der Sitzung des Gemeinderates seinen Anspruch, denn das altersschwache Vorgängermodell genüge nicht den heutigen Ansprüchen eines modernen Feuerwehrkonzeptes und sei zudem enorm reparaturanfällig.
Gut vorbereitet war der Kommandant in der Sitzung und stellte mehrere Alternativen vor. Ein TSF-L (Logistik) oder ein TSF-W (Wasser) schieden aus: Zu teuer mit 190 000 Euro und zu lang, befanden die Fachleute. Wunschfahrzeug wurde schließlich ein TSF Allrad mit 4,75 Tonnen, der gleichzeitig sechs Feuerwehrleute transportieren könne. Dazu kam, dass dieses Fahrzeug "nur" 128 000 Euro kosten würde und eine Zuwendung der Regierung in Höhe von 24 200 Euro ins Haus stehen würde. Einen kleinen Haken hat dieses Fahrzeug dennoch, denn es ist ein bisschen zu lang und zu hoch und entspricht damit nicht der gängigen Feuerwehrnorm, doch ist man zuversichtlich, hierfür Ausnahmegenehmigungen von Regierung und Kreisbrandinspektor erhalten zu können. Der Gemeinderat mit Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) stand einstimmig hinter dem Wunsch der Wehr und will entsprechende Mittel in den Haushalt 2019 einstellen.


Gehweg wird teurer

Fast schon moderat hingegen die Mehrkosten für den Gehwegausbau im Rahmen der Sanierung der Schindsgasse: Hier stimmte der Gemeinderat einstimmig für die 17 500 Euro Mehraufwendungen für Gehweg- und Asphaltarbeiten.
Wohlwollend wurde auch der Antrag der Feuerwehr Priesendorf für die Anschaffung eines neuen Beamers und einer Leinwand behandelt. Hier will die Gemeinde für die 1800 Euro aufkommen, für Mehrkosten für eine elektrisch ausfahrbare Leinwand will der Feuerwehrverein selbst tragen. Kaum ins Gewicht fiel dann der Antrag des Schützenvereins Diana Neuhausen, der sich zur Erhöhung seiner Attraktivität eine "Fallscheibe" für 1886 Euro anschaffen will, zehn Prozent davon trägt hier die Gemeinde.