Mit festlicher Dekoration empfing die Stadthalle Ebermannstadt die 130 Schülerinnen und Schüler aus den fünf Abschlussklassen der Staatlichen Realschule Ebermannstadt zu ihrer Abschlussfeier.
Nachdem die Absolventen, die in ihren eleganten Roben und schicken Anzügen kaum wiederzuerkennen waren, vor der Bühne stolz ihre Plätze eingenommen hatten, begann der offizielle Teil der Feier, für dessen musikalische Untermalung die Schulband unter der Leitung von Helmut Weininger sorgte.


"Echte Freunde"

In ihrer Ansprache bedankte sich die Schulleiterin Kerstin Eichhorn beim Elternbeirat, der die Abschlussfeier in diesem Rahmen möglich gemacht hat. Eichhorn erklärte, dass ein solider Abschluss wichtig sei, aber es im Leben auch noch etwas anderes gebe: In diesem Zusammenhang nannte die Schulleiterin "echte Freunde, mit denen man die schönen Dinge des Lebens teilen kann", sowie Glück, Zufriedenheit und Selbstbewusstsein. Eines der wichtigsten Dinge sei aber auch die Familie, denn "Familie bleibt und gibt Halt".
Die Schulleiterin blickte auf den ersten Schultag der Absolventen zurück, an dem die damaligen Fünftklässler mit dem Satz: "RS EBS - Hier bist du richtig!" auf ihre Realschulzeit eingestimmt wurden. Nach dem Abschluss als Ende der klassischen Schulzeit verlassen die Absolventen nun ihren Platz an der Schule und müssen sich anderen Herausforderungen stellen. Hierfür wünschte Kerstin Eichhorn den ehemaligen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg und Mut, neue Wege zu gehen.
Auch Landrätin Rosi Kraus (CSU) beglückwünschte die Schüler des Abschlussjahrgangs zum bestandenen Realschulabschluss und richtete ihren Dank auch an die Lehrer, die Eltern und Freunde der Familien, die allesamt als Seelsorger und Unterstützer ein gutes Grundgerüst für das weitere Leben bereitstellten. Sie gab den Absolventen den Rat, weiterzugehen, auch wenn der Weg steinig ist, und vor allem Gutes mitzunehmen und Schlechtes liegen zu lassen.
Ebenso richtete Landtagsabgeordneter Michael Hofmann (CSU) seine Glückwünsche an die Absolventen. Er riet ihnen, sich nicht ins Boxhorn jagen zu lassen und stattdessen mit Selbstbewusstsein und Gottvertrauen an die neuen Aufgaben heranzugehen.
Anschließend gab auch der Landtagsabgeordnete Thorsten Glauber (FW) Einblicke in seine eigene, nicht immer ganz einfache Ausbildungszeit, um den Schülern zu zeigen, was noch auf sie zukommen kann und ihnen gleichzeitig Mut zu machen.
Christiane Meyer (NLE), Bürgermeisterin der Stadt Ebermannstadt, bezeichnete den Realschulabschluss als Eintrittskarte in die Welt, die mit ihren zahlreichen Ausbildungs- und Studienplätzen einen Dschungel an Möglichkeiten biete. Die Bürgermeisterin ermutigte die Jugendlichen auszuprobieren, was sie im Herzen bewegt, und appellierte an die Absolventen, die Gesellschaft zu gestalten.
Auch die Schülersprecher Nina Beller (10 e) und Florian Meier (10 c) blickten mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf ihre Realschulzeit zurück. Schließlich durfte sich das Publikum über einige Schnappschüsse aus den Studienfahrten freuen. Hier ließen die ehemaligen Schüler noch einmal die schönsten Erlebnisse Revue passieren und untermalten dies mit ergreifender Hintergrundmusik, wobei wohl auch das ein oder andere Tränchen verdrückt wurde. Zur sentimentalen Stimmung passte auch das nächste Lied der Schulband, "Perfect".
Nun war endlich der Moment gekommen, der den Abend wirklich perfekt machte und dem die Absolventen so lange entgegenfieberten: die Verleihung der Abschlusszeugnisse. Danach konnten sich die ehemaligen Schüler mit dem Sommerhit "Havana" schon mal auf die bevorstehenden Sommerferien einstimmen.


Die Jahrgangsbesten

Auch die Würdigung der Jahrgangsbesten durfte nicht fehlen. Zusammen mit dem Elternbeiratsvorsitzenden Jürgen Fröhlich zeichnete die Schulleitung die Jahrgangsbesten aus. Zu ihnen zählte Jennifer Reeg (10 a) mit einem Notendurchschnitt von 1,55. Den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen teilten sich mit einem Schnitt von 1,33 Verena Schriefer (10 b), Annika Nützel (10 e) und Emanuel Sponsel (10 e). Als Schulbester ging Kai Nüßlein (10 e) mit einem Notendurchschnitt von 1,17 hervor.
Mit der atemberaubenden Darbietung ihres selbst komponierten Lieds "Let it all go" verzauberte die Zehntklässlerin Lara Vaupel (10 d) am Ende alle Gäste. Damit konnten die Absolventen nun ihre Schulzeit hinter sich lassen und das Publikum für den Rest des Abends mit ihren Tanzkünsten begeistern.
Nadja Stachulla