Insekten haben es in der heutigen Zeit nicht leicht. Durch intensive menschliche Eingriffe in die Naturlandschaft ist der Bestand vieler Arten gefährdet. Gründe hierfür ist neben dem umfangreichen Pestizideinsatz im Acker- und Gartenbau auch die Tendenz zu einer falsch verstandenen "aufgeräumten" Landschaft.
So wird Kräutern, die zur Nahrung der Tiere dienen, im heimischen Garten oft gleich der Garaus gemacht, die Steingärten, die mehr und mehr in Mode kommen, bieten weder Nahrungs- noch Wohnmöglichkeiten für die nützlichen Helfer. Ganz besonders die Wildbienen leiden unter diesen schlechten Voraussetzungen. Hellmut Petsch, der ehemalige ehrenamtliche Naturschutzwächter der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Kissingen wollte dies nicht einfach hinnehmen. Im neu errichteten Insektenhotel auf einer Wiese am Schwimmbadweg in Münnerstadt sind die kleinen Nützlinge jederzeit willkommen.
"In Deutschland gibt es an die 550 verschiedenen Wildbienenarten", sagt er. Während ihre domestizierten "Verwandten" erst bei höheren Temperaturen aktiv werden, fliegen die Wildbienen bereits bei zehn Grad aus und sorgen mit ihrer emsigen Tätigkeit dafür, dass die Pflanzen bestäubt werden. Somit haben sie nicht zuletzt eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Landwirtschaft. "Ihnen ist mit der Honigbiene gemein, dass sie sich nur dann ansiedeln, wenn die Verhältnisse passen", sagt Petsch. Damit sie sich wohlfühlen muss neben verschiedenen Materialien für den Nestbau auch ein ausreichendes Blütenangebot zur Verfügung stehen, mit dem sie ihren Nachwuchs füttern. Im Insektenhotel wurden dabei Kammern eingebaut, in das die Wildbienen Pollen und Nektar eintragen und ihre Eier legen. Dann wird der Raum mit Lehm verdeckelt, so dass am Ende der Brutzeit sich die frisch geschlüpften Wildbienen durch diese Schicht fressen können, in die Freiheit gelangen und als so genannte Solitärbiene (als Einzelindividuum) ihr Leben meistern.
Damit sie dann auch genügend Nahrung finden, haben die Religionsschüler der Klassen 4 a und 4 b der Grundschule Münnerstadt geholfen. Bei einem Vor-Ort-Termin säten sie eine Spezialmischung für Bienen aus mehrjährigen Blumen und Gewürzkräutern an und verbesserten so den Lebensraum für die Tiere. "Es ist wichtig, dass die Wahrnehmung der Kinder geschärft wird. Denn Insekten und vor allem auch Wildbienen sind unerlässlich für die Flora und Fauna", sagt Rektor Detlef Elsner von der Freiherr-von-Lutz-Grundschule Münnerstadt.
Das Insektenhotel ist von den Schülern der Mittelschule, Bereich Technik, mit ihrem Lehrer Martin Mock in 137 ehrenamtlichen Stunden errichtet worden. Die Firma Holzbau Weigand Wermerichshausen hat das Holz sowie den Zuschnitt kostenlos gestellt und übernommen. Eduard Schmitt vom Sonnenhof in Reichenbach transportierte das fertige Insektenhotel an Ort und Stelle. Die Stadt beteiligte sich mit rund 260 Euro.
Bereits jetzt sind mehrere Brutkammern verdeckelt: Bald werden junge Wildbienen schlüpfen. Dann leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung der Blüten. Gelohnt hat sich die Aktion in jedem Fall schon jetzt. khb
So wird Kräutern, die zur Nahrung der Tiere dienen, im heimischen Garten oft gleich der Garaus gemacht, die Steingärten, die mehr und mehr in Mode kommen, bieten weder Nahrungs- noch Wohnmöglichkeiten für die nützlichen Helfer. Ganz besonders die Wildbienen leiden unter diesen schlechten Voraussetzungen. Hellmut Petsch, der ehemalige ehrenamtliche Naturschutzwächter der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Kissingen wollte dies nicht einfach hinnehmen. Im neu errichteten Insektenhotel auf einer Wiese am Schwimmbadweg in Münnerstadt sind die kleinen Nützlinge jederzeit willkommen.
"In Deutschland gibt es an die 550 verschiedenen Wildbienenarten", sagt er. Während ihre domestizierten "Verwandten" erst bei höheren Temperaturen aktiv werden, fliegen die Wildbienen bereits bei zehn Grad aus und sorgen mit ihrer emsigen Tätigkeit dafür, dass die Pflanzen bestäubt werden. Somit haben sie nicht zuletzt eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Landwirtschaft. "Ihnen ist mit der Honigbiene gemein, dass sie sich nur dann ansiedeln, wenn die Verhältnisse passen", sagt Petsch. Damit sie sich wohlfühlen muss neben verschiedenen Materialien für den Nestbau auch ein ausreichendes Blütenangebot zur Verfügung stehen, mit dem sie ihren Nachwuchs füttern. Im Insektenhotel wurden dabei Kammern eingebaut, in das die Wildbienen Pollen und Nektar eintragen und ihre Eier legen. Dann wird der Raum mit Lehm verdeckelt, so dass am Ende der Brutzeit sich die frisch geschlüpften Wildbienen durch diese Schicht fressen können, in die Freiheit gelangen und als so genannte Solitärbiene (als Einzelindividuum) ihr Leben meistern.
Damit sie dann auch genügend Nahrung finden, haben die Religionsschüler der Klassen 4 a und 4 b der Grundschule Münnerstadt geholfen. Bei einem Vor-Ort-Termin säten sie eine Spezialmischung für Bienen aus mehrjährigen Blumen und Gewürzkräutern an und verbesserten so den Lebensraum für die Tiere. "Es ist wichtig, dass die Wahrnehmung der Kinder geschärft wird. Denn Insekten und vor allem auch Wildbienen sind unerlässlich für die Flora und Fauna", sagt Rektor Detlef Elsner von der Freiherr-von-Lutz-Grundschule Münnerstadt.
Das Insektenhotel ist von den Schülern der Mittelschule, Bereich Technik, mit ihrem Lehrer Martin Mock in 137 ehrenamtlichen Stunden errichtet worden. Die Firma Holzbau Weigand Wermerichshausen hat das Holz sowie den Zuschnitt kostenlos gestellt und übernommen. Eduard Schmitt vom Sonnenhof in Reichenbach transportierte das fertige Insektenhotel an Ort und Stelle. Die Stadt beteiligte sich mit rund 260 Euro.
Bereits jetzt sind mehrere Brutkammern verdeckelt: Bald werden junge Wildbienen schlüpfen. Dann leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung der Blüten. Gelohnt hat sich die Aktion in jedem Fall schon jetzt. khb