In der konstituierenden Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Aufseß-Gruppe im Landgasthof Steinbrecher in Voigendorf ging es fast ausschließlich um organisatorische Fragen für die Amtsperiode 2020 bis 2026.

So fand als Erstes die Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters statt. Im Amt betätigt wurden Michael Distler aus Gößmannsberg als Vorsitzender und Werner Bezold aus Zochenreuth als sein Stellvertreter. Beide wurden von den anwesenden 13 Verbandsräten einstimmig gewählt. Die Gewählten genießen im Verband großes Vertrauen, denn sie hatten keinen Gegenkandidaten.

Werner Bezold bleibt gleichzeitig Wasserwart. Sein Vertreter ist Stefan Stenglein. Neu besetzt wurde der Rechnungsprüfungsausschuss. Diesen bilden künftig die drei Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden: Thomas Thiem (CSU/Waischenfeld), Marco Trautner (FW/Wiesenttal) und Alexander Schrüfer (WGSN/Aufseß).

Auch die pauschalen Aufwandsentschädigungen wurden neu geregelt. Sie betragen 450 Euro für den Vorsitzenden, 420 Euro für den Wasserwart, 400 Euro für den Geschäftsleiter monatlich. Die Vergütungen stehen jetzt in Tarifeinheit mit den Löhnen und Gehältern im öffentlichen Dienst, das heißt, sie nehmen an der linearen Erhöhungen teil. Das Sitzungsgeld für die 14 Verbandsmitglieder beträgt künftig 30 Euro pro Sitzung. Die Versammlung hat die weitere Gültigkeit der Geschäftsordnung aus dem Jahr 2000 beschlossen.

Werner Borchert, seit 25 Jahren Geschäftsleiter der Aufseß-Gruppe, scheidet aus Altersgründen aus. Sein Nachfolger ist Hans Müller aus Kanndorf, bisheriger Kämmerer des Marktes Wiesenttal.

Vorsitzender Michael Distler berichtete von durchgeführten und anstehenden Baumaßnahmen. So habe der Freistaat Bayern die Auswechslung der Wasserleitung in Wüstenstein-Tal, die 306 000 Euro kostete, mit 244 000 Euro bezuschusst. Die Erneuerung von Teilstrecken des Ortsnetzes in Hubenberg sei abgeschlossen. Heuer stehe der Neubau einer Verbindungsleitung vom Übergabeschacht in Rauhenberg zur Hauptleitung nach Breitenlesau/Siegritzberg im sogenannten Steinernen Graben an. Die Rohrleitung werde im Horizontalspülbohrverfahren verlegt. Für die auf 220 000 Euro geschätzten Kosten ist eine staatliche Förderung in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt.

Die Versammlung beschloss ein neues Logo für den allgemeinen Geschäftsbetrieb. Der Entwurf stammt von Verbandsrat Hans Heißenstein. Paul Pöhlmann