Bernhard Panzer Als in der vergangenen Woche das Urban-Gardening-Projekt an der Schütt, der Herzo-Garten", eine besondere Würdigung als ein von der UN ausgezeichnetes Projekt erfuhr (der FT berichtete), ging ein Detail beinahe unter. Obwohl es sich bei diesem Detail keineswegs um eine Kleinigkeit, sondern um einen schwergewichtigen Beitrag handelt: die neue Sitzgruppe aus massivem Holz.

Freilich ging Bürgermeister German Hacker kurz darauf ein, sprach von den 350 Kilogramm, die diese Sitzecke wiegt, und verriet, dass er selbst 105 Kilo auf die Waage bringt. Die Traglast der Sitzgruppe in der südöstlichen Ecke des "Herzo-Gartens" ist selbstredend deutlich höher - selbst ein Elefant könnte dort Platz nehmen, wenn er denn Platz fände.

Für die "Herzo-Heinzelmännchen", die die Sitzgelegenheit gebaut hatten, war dieser Tag eine echte Freude. Vier dieser "Heinzelmännchen" waren am Bau beteiligt (Werner Zimmermann, Klaus Bedner, Rudolf Bienias und Peter Grimm), zwei waren zur Eröffnung gekommen. Jeder von den Vieren hat etwa 25 Stunden Arbeitszeit eingebracht und herausgekommen sind - wie man sich bei dem Ortstermin überzeugen konnte - äußerst stabile Bänke samt Tisch.

"Die trägt keiner weg"

Das hohe Gewicht von rund 350 Kilogramm sei auch ein Sicherheitsaspekt, stellen die Erbauer in einer Pressemitteilung fest. Und liefern eine ganz einfache Begründung: "Die trägt niemand mal weg." Es trug sie aber auch niemand hin. So wurde für den Transport ein Kran benötigt, der das schwere Möbel ins Gärtchen hob. Das übernahm die Stadt, ebenso wie sie die Materialkosten für den Bau der Sitzgruppe bezahlte.

Michael Baltz schreibt in der Pressemitteilung weiter: "Gartenbesucher, die auf den Bänken Platz nehmen, sollten wissen, dass Sie auf einheimischem Douglasien-Holz aus dem Steigerwald sitzen!" Die Erbauer hatten sich vorab sorgfältig informiert. So schreibt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft: "Durch eine im Vergleich zu anderen Nadelholzarten hohe Holzdichte erreicht das Douglasien-Holz hohe Tragfähigkeitswerte."

Eine Einschränkung nennt Baltz allerdings noch: Die Sitzgruppe ist erst fast fertig. Baltz: "Es ist wie im wahren Leben oder - um das Beispiel noch deutlicher zu machen - wie beim Kauf eines Autos. Wenn nahezu alles entschieden ist, fällt die Auswahl des passenden Farbtons für den hier noch fehlenden Anstrich am schwersten." Aber im Seniorenbüro sei man sich sicher: Die Beteiligten werden auch dieses Problem noch lösen!