In diesem Jahr ist bekanntlich alles anders - auch die Ferien. Auch wenn kein umfangreiches Ferienprogramm der Ortsvereine in Unterpreppach stattfinden kann, einzelne Aktionen im Freien sind dennoch möglich. So fand eine historische Führung durch Unterpreppach statt.

Die Heimatforscher Elmar Barth, Herbert Peschke und Günther Schramm erzählten in einem zweistündigen Ortsrundgang von ihren Erinnerungen und an das Aussehen des Ortes in ihrer Kindheit. Mithilfe von Bildern und Erzählungen rekons-truierten sie sogar die Zeit vor ihrer Geburt.

Eingeladen waren Kinder und Erwachsene – der Zulauf war überraschend groß. Obwohl als Ferienprogrammpunkt ausgewiesen, waren doch sehr viele Erwachsene interessiert, historische Zahlen und Fakten, Geschichten und Erzählungen aus ihrem Dorf zu erfahren.

Barth und Peschke hatten viele Informationen zusammengetragen: Während Unterpreppach heute 550 Einwohner zählt, waren es 1950 nur etwa 300. Die damaligen Bewohner hatten nicht den Komfort, über beleuchtete und geteerte Straßen zu fahren – durch den Ort führten bis 1968 nur Schotterstraßen. Straßenlaternen gab es auch noch nicht. Dennoch war viel Leben im Ort, denn es gab zahlreiche Gewerbebetriebe wie beispielsweise Schneider, Schmiede, Schreiner, einen Dorfladen, Gaststätten, eine Flaschenbierhandlung – sogar eine Tankstelle und einen Friseur. An die Gaststätte Hau mit Kegelbahn und Saal, in dem auch Theateraufführungen stattfanden, wurde auch erinnert.

Mit alten Fotos wurde der Rundgang veranschaulicht, sodass die Teilnehmer den direkten Vergleich zwischen damals und heute sehen konnten.

Die Führung stieß auf großes Interesse und der Wunsch nach einer Wiederholung war groß. Viele Geschichten und Anekdoten warten noch darauf erzählt zu werden. Ein Termin für eine weitere Reise in die Vergangenheit ist daher schon in Planung.