Es läuft bei der Eibenberger Wehr: Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ist bestellt und wird heuer noch ausgeliefert. Der Schulungsraum des Feuerwehrhauses wird in einen Dorfgemeinschaftsraum umgewandelt. Gleich sechs angehende Floriansjünger stoßen zur Jugendfeuerwehr hinzu. Zudem knackt die Wehr die 100-Mitglieder-Marke. Entsprechend gut war die Stimmung bei der Jahreshauptversammlung.
Vorsitzender Matthias Jakob ging auf die Teilnahme beziehungsweise Gestaltung verschiedener Veranstaltungen ein - beginnend vom Faschingstanz
und der Maiandacht über das Johannisfeuer und die Herbstwanderung bis hin zum Martinsumzug, dem Volkstrauertag und dem Aufstellen des Dorfchristbaums.
Die Wehr zählt derzeit 35 Aktive, darunter acht Frauen. In ihrem Jahresbericht verwies Kommandantin Anna Wachter auf die Einsätze im Jahr 2017, darunter auch die Rettung eines Tiers. 13 Aktive nahmen erfolgreich an der Leistungsprüfung Wasser in allen Stufen teil. Isabell Engelhardt und Tim Zwosta absolvierten den Motorsägen-Lehrgang. Die Kommandantin dankte der Gemeinde für die Anschaffung sowie dem Verein für das Zurverfügungstellen von 7500 Euro für Sonderausstattungen: einen Stromerzeuger, Kabeltrommeln, eine Teleskophalterung sowie einen Flutlichtstrahler.
Jugendwart Matthias Müller lobte den Fleiß von Nadja Jakob: Als zuletzt einziges Mitglied der Eibenberger Jugendfeuerwehr absolvierte sie ihre Übungen bei der Birnbaumer Wehr. Sehr erfolgreich beteiligte sie sich an verschiedenen Jugendleistungsprüfungen und Wissenstests. Jetzt ist sie Mitglied im aktiven Dienst.
Groß war die Freude über gleich sechs neue Anwärter: Sandro Gerber, Cilia Wrede, Luis Wrede, Leonie Schuberth, Selina Gerber und Lukas Jakob, die aufgenommen wurden. Damit hat der Verein nun über 100 Mitglieder. Neu in der aktiven Wehr ist Matthias Hühne. Auf Müllers Vorschlag hin, wurde Markus Zwosta zum stellvertretenden Jugendwart ernannt.
"Ich bin sehr positiv überrascht, was ich hier vorfinde", zeigte sich der stellvertretende Landrat, Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, beeindruckt von der Leistungsbilanz der Wehr, wie auch von ihrem in über 6000 Stunden ehrenamtlichen errichteten Feuerwehrhausanbau. Die ganze Gemeinde könne stolz auf diese engagierte Mannschaft sein.
Der Ehrenvorsitzende Josef Jakob blickte zurück: Dass die "kleine" Eibenberger Wehr Patenverein der "großen" Kronacher Wehr und Pate bei der Einweihung ihrer Standarte gewesen sei, sei darauf zurückzuführen, dass Eibenberg als eine der ersten Wehren im Landkreis eine eigene Fahne hatte. "Hut ab, was hier geleistet wird", lobte Bürgermeisterin Susanne Grebner. Man habe im Gemeinderat alle Voraussetzungen für eine Nutzungsänderung des Schulungsraums zum Dorfgemeinschaftsraum geschaffen. Der Beschluss für die Anschaffung des TSF sei einstimmig erfolgt.
"Ihr könnt euer Feuerwehrkreuz mit Stolz tragen", würdigte Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger die 25-jährige aktive Dienstzeit von Martin Böhnlein und Andreas Schmuck, die mit dem staatlichen Ehrenzeichen in
Silber ausgezeichnet wurden. Sandra Jakob regte die Anschaffung eines Defibrillators und dessen Unterbringung im Feuerwehrhaus an. Das wurde einstimmig beschlossen. hs