Für seine herausragenden Verdienste um die Pflege und den Ausbau der städtepartnerschaftlichen Verbindungen von Villach und Bamberg hat Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) seinem österreichischen Amtskollegen Günther Albel den Ehrenring der Stadt Bamberg verliehen. Starke hob besonders dessen Initiative zur Wiederbelebung des Schüleraustausches im 45. Jahr der Städtepartnerschaft hervor. "Günther Albel ist ein echter Freund Bambergs", so Starke in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.
"Wir alle kennen den kleinen, aber feinen Unterschied, ob man irgendwo zu Gast ist oder aber ob man tatsächlich willkommen ist. Dieser feine Unterschied wird immer wieder aufs Neue dank des Engagements von Günther Albel sichtbar und vor allem spürbar", sagte Starke in seiner Laudatio. Exemplarisch nannte Bambergs Stadtoberhaupt Albels großes, persönliches Engagement beim Besuch zahlloser Gruppen aus Bamberg in Villach, etwa beim Kirchtag, oder Villacher Besuch in Bamberg. "Das Papier, auf dem eine Städtepartnerschaft besiegelt wird, ist das eine. Zu einem wertvollen Dokument, einer die Zeiten überdauernden Urkunde, wird ein Partnerschaftsvertrag aber erst dann, wenn er mit Leben gefüllt wird."
Mit der Wiederbelebung des Schüleraustauschs habe Albel, der ein "echter Freund Bambergs" sei, bewusst an die Anfänge der Städtepartnerschaft angeknüpft. Villach, im Dreiländereck gelegen, habe den Europagedanken im Blut - "und auch wir stehen für Europa und die völkerverbindenden Freundschaften", bekräftigte Starke. Die Schulpatenschaft zwischen dem Franz-Ludwig-Gymnasium und dem Peraugymnasium solle dazu beitragen, dass die Partnerschaftsbeziehungen im besten Sinne jung und dynamisch bleiben.
In seiner Dankesrede zeigte sich Villachs Stadtoberhaupt sichtlich gerührt - "dabei bin ich doch noch viel zu jung für solch eine hohe Ehre", sagte der 44-Jährige. Kern der partnerschaftlichen Beziehungen sei es, auf Akzeptanz, Toleranz und Respekt zu achten - "gerade in einer Zeit, in der Zäune wieder hochgezogen werden". Darum sei er dankbar, dass die Städtepartnerschaft in den Herzen und Köpfen der Menschen in Bamberg und Villach angekommen sei. Albel: "Ich bin der festen Überzeugung: Es braucht wieder mehr Städtepartnerschaften, um die Einheit in Europa zu bewahren."
Der Villacher Bürgermeister, für dessen Stadt Wasser eine besondere Bedeutung hat, hatte den Bambergern ein besonderes Geschenk "mitgebracht": Er übergab symbolisch einen neuen Brunnen, den die Stadt in Kärnten der Bamberger Bürgerschaft stiften wird - als Zeichen der lebendigen und kraftvollen Freundschaft. Nach der Dankesrede unterzeichneten Oberstudiendirektor Rainer Herzing vom Franz-Ludwig-Gymnasium (FLG) und Magister Mario Moser vom Peraugymnasium das Partnerschaftsabkommen.
Feierlich musikalisch ausgestaltet wurde der Festakt vom Bamberger Jagdhornbläser-Chor und der Jagdmusik Villach sowie von Emsembles der Musikschulen Bamberg und Villach. red