Unter dem Motto "Ein bunter Strauß auf Blech und Pfeifen" hat die Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) Oberfranken auch in diesem Jahr zu einer Sommerserenade nach einer jahrzehntelangen Tradition eingeladen. Die Verantwortlichen hatten eine hervorragend organisierte "Coronavorstellung" in der Basilika Gößweinstein auf die Beine gestellt - mit Spitzenmusikern der Region, mit einem breit gefächerten Programm. Florian Zeh aus Bamberg mit Trompeten und Flügelhorn sowie Georg Schäffner an der bekannten Mathisorgel waren Garanten, dass die Programmfolge für die zahlreichen Zuhörer zu einem abendlichen Hörgenuss wurde.

Gut besuchte Basilika

Fast bis auf den letzten coronamöglichen Platz war die prächtige Wallfahrtskirche gefüllt, als die beiden Musiker mit dem strahlenden Allegro aus dem A-Dur-Konzert von Tomaso Albinoni den Konzertabend eröffneten. Gemeinsam boten sie daraufhin einen Ausschnitt aus Händels Messias und Martinis Largo. Mit Toccata und Fuge in D-Moll von Johann Sebastian Bach begeisterte Schäffner die Anwesenden. Der Organist überzeugte mit Brillanz und Exaktheit seines Spiels, mit Zartheit und Transparenz der leisen Passagen sowie mit nicht nur hörbarer, sondern auch spürbarer Macht des gesamten Werks.

Artistische Leistung

Schäffner demonstrierte, was er und sein Instrument zu leisten vermögen. Eine fast artistische Leistung an den Registern war nötig, um die Bearbeitung des Organisten für die Musicalmelodie "Joshua fit the battle of Jericho" umzusetzen. Von Pietro Baldassare stammt die Sonata in D-Dur für Trompete und Orgel, mit der die beiden Akteure ihr hervorragendes Zusammen- und Wechselspiel unter Beweis stellten. Nach Ralph Drifills Toccata in F-Moll und "Prière à Notre Dame" von Léon Boellmann entführten Zeh und Schäffner die KEGler in die lichten, barocken Höhen der dezent beleuchteten Basilika mit der Fanfare in D-Dur von Nicolas Jaques Lemmens.

Das gemeinsame und gegenseitig versetzte Jubilieren stand für einen glanzvollen Abschluss eines überaus erfreulichen Musikgenusses. Nach einem langen Beifall zu Ende des Programms boten die Musiker mit der Ouvertüre zum Oratorium "Te Deum" von Marc Antoine Charpentier einen strahlenden Abschluss als Zugabe.

Die KEG-Bezirksvorsitzende Cordula Haderlein dankte dem Duo für die unerwartete und daher umso spektakulärere Darbietung. Die Idee dazu hatte Barbara Grellner. Sie führte auch die Verhandlungen mit den beiden Künstlern. Eine besondere Leistung, in dieser besonderen Zeit ein solches Konzert zu organisieren, sagte Haderlein. Sie dankte auch Hans Schäffner, der das Hygienekonzept in der Wallfahrtskirche coronagerecht formuliert hatte.

Die KEG-Kreisvorsitzende von Forchheim, Daniela Drummer, freute sich, dass die KEG in diesen besonderen Zeiten schon zweimal Gast in ihrem Heimatort Gößweinstein war. Alle waren sich einig, dass die Besucher diese Veranstaltung als ein ganz besonderes Erlebnis in der 60-jährigen Geschichte der KEG- Sommerserenaden einordnen werden. red