Der Höchstadter Kellerbergverein setzt sich gemeinsam mit dem Elternbeirat des Gymnasiums für Tempo 30 am Kellerberg ein. Jüngst übergaben Birgit Völker und Ulla Rosensteiner vom Elternbeirat, sowie Karsten Wiese vom Kellerbergverein eine Liste mit knapp 1000 Unterschriften an Landrat Alexander Tritthart (CSU). Ziel der Aktion ist es, die zahlreichen Schüler und Besucher beim Überqueren der Straße zu schützen. Außerdem sollen auch die hoch sensiblen Keller vor dem weiteren Verfall bewahrt werden.
Beim letzten Vorstoß im vergangenen Jahr erklärte Landratsamt-Pressesprecherin Hannah Reuter, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 nach Einschätzung von Polizei und Landratsamt nicht notwendig sei. Bürgermeister, Verein und Elternschaft des Gymnasiums lassen aber nicht locker und so bittet man zusammen mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL) um eine neuerliche Überprüfung des Falles.
Durch die relativ hohe Geschwindigkeit der Autos drohten Segmente des Kellerbergs einzubrechen. "Es wurde viel Geld in die Keller investiert und nun bricht langsam alles zusammen", sagte Wiese. Man müsse einfach wieder Tempo 30 einführen, das schon einmal existierte und 2006 wieder in Tempo 50 umgewandelt wurde.


Begründete Ausnahme

Schilder wie "Vorsicht Schule" würden kaum einen Autofahrer interessieren, meinte Birgit Völker, die auch als abholende Mutter negative Erfahrungen gesammelt hat.
Bürgermeister Brehm machte auf die Summierung der Gesamtsituation aufmerksam. Die Schüler nehmen leider den kürzesten Weg und in Sachen Keller, also kulturell, sei die Verweigerung eigentlich auch nicht nachvollziehbar. Die Staatsstraße 2763 sei von der Ausfahrt Weberskeller bis zur Kerschensteiner Straße ein äußerst sensibler Bereich. "Dies ist ein begründeter Ausnahmefall und die Kreisbehörde könnte so etwas bewilligen", sagte Brehm Richtung Landrat.
Alexander Tritthart nahm mit großem Interesse und Wohlwollen das Anliegen entgegen: "Die hohe Anzahl der Unterschriften ist für mich ein Signal, dass die Bürgerschaft dahinter steht." Durch den Status Staatsstraße sei die Sache aber viel komplizierter. Die Entscheidung treffe zwar das Landratsamt, aber es müssten alle Beteiligten mit ins Boot genommen werden. Das wären das Staatliche Bauamt, die Polizei und die Untere Verkehrsbehörde.
Dem Bürgermeister schlug er vor, doch an der besagten Stelle ein Geschwindigkeitsmessgerät anzubringen, um belegen zu können, wie schnell tatsächlich gefahren wird.