Bereits 2016 gab es erste Planungen, um in Erlach eine Dorferneuerung vorzunehmen. Nach verschiedenen Abstimmungs- und Sondierungsgesprächen konnte in diesem Jahr mit der notwendigen Erneuerung von Wasser- und Abwasserleitungen begonnen werden. Gleichzeitig wird eine Gasleitung und darüber hinaus eine Lehrverrohrung verlegt, um für eine zukünftige Breitbandversorgung gerüstet zu sein.

"Man ist im Zeitplan, und auch der geplante Kostenrahmen konnte bisher eingehalten werden", lautete das Fazit von Wolfgang Harrer vom begleitenden Ingenieurbüro ish aus Eggolsheim bei einem Termin vor Ort. Die Tiefbauarbeiten werden wohl noch bis Ende des Jahres dauern. Im Herbst kommt es dann zur Ausschreibung der restlichen Arbeiten für die Straßen- und Wegeflächen. Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 sollen dann alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

Keine Herstellungsbeiträge

Die Tiefbaumaßnahmen sind mit rund einer Million Euro veranschlagt. Die Gestaltungsmaßnahmen mit rund 1,4 Millionen Euro. Nur diese werden mit 60 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) bezuschusst. Der Rest der Kosten verbleibt beim Markt Hirschaid.

Herstellungsbeiträge von den Erlachern werden nicht erhoben. Albert Handwerker, im Hirschaider Bauamt für den Hoch- und Tiefbau zuständig, sprach davon, dass solche Maßnahmen eine Herausforderung für die Bevölkerung und insbesondere für die Landwirtschaft seien. Sie seien aber wichtig, um die Infrastruktur auf einen aktuellen Stand zu bringen und damit auch kleinere Ortschaften zukunftsfähig zu machen.

Stefan Endres, Leiter des Hirschaider Bauamts, lobte das große Engagement der Erlacher Bürger, die sich im Rahmen einer Planungswerkstatt aktiv und konstruktiv mit in den Dorferneuerungsprozess eingebracht hätten. Sein besonderer Dank galt dabei Richard Simon, der bis Mai Ortssprecher von Erlach war und auch weiterhin dabei sein wird.

Simon freut es besonders, dass die "Betonwüste" vor der Erlacher Kirche gepflastert und damit der Platz aufgewertet werde.

Zusätzlich wurden Anregungen aus der Bevölkerung zur Ortsbegrünung mit aufgenommen. So wird es Grünstreifen entlang der Hauptstraße geben, die mit einheimischen Pflanzen ausgestattet und von den jeweiligen Anwohnern gepflegt werden.

Über die Straßenbeleuchtung will man noch einmal diskutieren.