Petrus wird im Innenhof von Kaiphas' Haus dreimal als ein Jünger von Jesus erkannt. Aber Petrus schwört: "Ich kenne ihn nicht!" Dann kräht ein Hahn ...

Rückblick um 35 Jahre

In der österlichen Zeit, in der der Hahn als Symbol für die Verleugnung von Jesus durch den Jünger Petrus regelmäßig ins Gedächtnis gerufen wird, hat der Turmhahn auf der Ditterswinder St.-Nikolaus-Kirche "Geburtstag", denn im evangelischen Kirchenboten der Ausgabe Nr. 2 (April/Mai) von 1985 ist folgendes Ereignis von Pfarrer Wolfgang Lahoda aufgeschrieben worden:

"An einem Sonntagmorgen entdeckten ein paar Kirchenbesucher in der Anlage vor dem Gottesdienst ein etwa 50 Zentimeter langes Eisenteil. Unser Turmhahn hatte Ende November letzten Jahres einen Sturm nicht gut überstanden und ließ ,Federn‘. Da durch weitere herabstürzende Eisenteile große Unfallgefahr bestand, wurde die Turmzier samt dem Hahn heruntergeholt. Ein Kranwagen half bei der Lösung dieses Problems, denn ein Gerüstbau wäre sehr teuer gekommen.

Aus der Nähe betrachtet, sah der Hahn wirklich ärmlich aus, der Rost hatte schon an ihm genagt. Eine grundlegende Überholung schien unumgänglich.

So wurden unterhalb des Hahns die vier Blumenornamente neu geschmiedet, der Schaft wurde aus massivem Metall gefertigt, alle rostigen Teile behandelt; auch die kleine und die große Kupferkugel mussten ganz erneuert werden. Schließlich wurden die beiden Kugeln und der Hahn vergoldet. Nach der Montage ist der Hahn mit seinem Beiwerk im wahrsten Sinn des Wortes wieder eine Turmzier."

Beobachter von hoher Warte

Inzwischen sind genau 35 Jahre vergangen, und der Turmhahn von Ditterswind glänzt immer noch in voller Pracht auf seinem erhöhten Platz und beobachtet normalerweise von dort aus die Gläubigen, wenn sie die Gottesdienste regelmäßig besuchen. Doch im Moment ist dies wegen der verordneten Ausgangsbeschränkungen nicht der Fall.