Während der Corona-Krise seien der Bedarf an Informationen und der Austausch zwischen den Bürgern, der städtischen Verwaltung und anderen Einrichtungen gewachsen. Gleichzeitig hätten die Kontaktbeschränkungen kaum Raum gelassen, um sich persönlich beraten zu lassen oder Treffen in öffentlichen Einrichtungen zu vereinbaren. Dabei sei das Bedürfnis nach Mitteilung und Rücksprache oder einem offenen Ohr besonders hoch gewesen, teilt die Stadt Coburg mit. Auf bekannten Wegen hätten diese Fragen nicht diskutiert werden können. Infoveranstaltungen, abendliche Diskussionsrunden in öffentlichen Einrichtungen und Austauschtreffen seien weiterhin nur beschränkt möglich.

Doch es gebe Alternativen, über die die Stadt Coburg informiert: Bürger können digital beteiligt werden. Die Bertelsmann Stiftung unterstützt im Rahmen ihres Pilotprojektes "Digitale Bürgerdialoge" Kommunen bei der Durchführung eines digitalen Bürgerdialogs.

Die Stadt Coburg ist eine von zehn Pilotkommunen, die dieses neue Format der Bürgerbeteiligung in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung anbietet.

"Transparenz und Bürgerbeteiligung hat für mich einen sehr hohen Stellenwert", erklärt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD). "Ich möchte den Bürgerdialog deutlich ausweiten, daher freue ich mich sehr, dass wir als Pilotkommune ausgewählt wurden. Das Projekt ist eines von vielen, mit denen die Stadt den Dialog mit den Bürgern intensivieren wird."

Was ist geplant?

Das Thema des 1. Digitalen Bürgerdialogs ist die Diskussion über die Auswirkungen von Corona auf das soziale Leben in der Stadt Coburg: Wie erleben alle Generationen die Krise? Wie haben sich Kontakte in Zeiten von Corona verändert? Gibt es neue Ideen für das Sozialleben in der Krise? Brauche ich digitale Angebote, um "am Ball" zu bleiben? Welche digitalen Angebote wurden oder werden während der Corona-Krise genutzt? Welche Nachbarschaftsangebote und Unterstützungen würden Sie sich in Ihrem Wohnumfeld wünschen?

Thomas Nowak (SPD), Dritter Bürgermeister und Sozialreferent der Stadt Coburg, lädt Interessierte zum 1. Digitalen Bürgerdialog unter dem Motto "Begegnungen in Zeiten von Corona" ein, um mit der städtischen Verwaltung, sozialen Einrichtungen, Bildungsträgern und anderen Bürgern ins Gespräch zu kommen. Am Mittwoch, 30. September, besteht von 18 bis 20 Uhr in einem virtuellen Rahmen die Gelegenheit, Sorgen und Nöte mitzuteilen, Feedback zu geben und neue Impulse entstehen zu lassen.

Ab sofort und bis zum 18. September ist eine Online-Anmeldung unter folgendem Link möglich: https://www.coburg.de/anmeldung-buergerdialog.

Die Teilnehmerzahl für den Digitalen Bürgerdialog ist auf 50 Personen begrenzt. Fragen zur Anmeldung und zum Ablauf des Digitalen Bürgerdialogs beantwortet das Büro Senioren & Ehrenamt, E-Mail: senioren-ehrenamt@coburg.de, und das Amt für Digitalisierung und Kommunikation der Stadt Coburg unter den Telefonnummern 09561/89-1170 oder 89-1171. red