Vom 19. bis 21. Juni sollte in Streitberg das jährliche Jugendzeltlager der Wasserwacht Ebermannstadt stattfinden. Wegen der Corona-Beschränkungen konnte dies nicht wie geplant als Präsenzveranstaltung abgehalten werden. Doch die Jugendleitung ließ sich dadurch nicht abhalten, ein Zeltlager für die Wasserwachtler im Alter von 13 bis 18 Jahren zu organisieren. Und so folgte die Einladung zum ersten Online-Zeltlager überhaupt.

Damit die gesetzlichen und spezifischen Vorgaben eingehalten werden konnten, erhielten die 16 teilnehmenden Jugendlichen die Zeltlagerprogrammpunkte ausformuliert per E-Mail. Somit durften sie sich ihr eigenes Zeltlager gestalten. Etwa erhielten sie Beschreibungen zu einer Höhlenwanderung bei Muggendorf, einer Schnitzeljagd durch Ebermannstadt, einer Nachtwanderung, Schatzsuche oder 3-D-Bastelanleitung. Zusammen mit ihrer Familie oder Freunden durften sie dann das Wochenende über die Ideen ausprobieren.

Digitale Besprechung

Damit dennoch Kontakt zwischen den Teilnehmern und auch den Gruppenleitern aufgebaut wurde, fand ein Austausch statt - als digitale Besprechung. Um das Zeltlagergefühl aufrechtzuhalten mit Lagerfeuer und Stockbrot im heimischen Garten, erhielten die Teilnehmer das Rezept ebenfalls vorab. Nach langer Zeit ohne Kontakt konnte man sich so endlich mal wiedersehen und erzählen, was jeder von den Zeltlagerideen ausprobiert hatte. Ebenso klappte es auch, gemeinsam Rätsel zu lösen und Lieder zusammen zu singen.

Das war aber nicht das einzige Neue, was die Jugendleitung während Corona erschaffen hat: Im wöchentlichen Wechsel erhält die Kinder- und Jugendgruppe elektronische Post zu Themen rund um die Wasserwacht. Naturschutz, Rettungsmittel, Erste-Hilfe-Quiz, Baderegeln, Basteln - all das wurde als Video oder per E-Mail an die Gruppen geschickt, um Kontakt zu halten.

Und auch die Kindergruppe darf sich über ihr Zeltlager freuen: Vom 17. bis 19. Juli findet dieses statt, auch im digitalen Rahmen. Nichtsdestotrotz ist die Vorfreude immens. red