Für die Amtsperiode von 2019 bis 2023 sucht die Stadt wieder 40 ehrenamtliche Richter und Richterinnen, die am Amtsgericht Bamberg an der Rechtsprechung teilnehmen.
Interessenten sollen unparteilich, selbstständig und urteilsfähig sein. Auch gesundheitlich müssen sie in der Lage sein, das Ehrenamt für fünf Jahre zuverlässig auszuüben. Schöffe kann nur sein, wer in der Stadt seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz hat, zwischen 25 und 69 Jahre alt ist, die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ausreichend Deutsch kann und nicht vorbestraft ist. Nicht Schöffe werden kann, wer als Beamter jederzeit in den Ruhestand versetzt werden könnte, Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte und hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer.
Wer sich für das Ehrenamt interessiert, kann sich bis 2. März schriftlich an das Ordnungsamt der Stadt Bamberg wenden. Ein Bewerbungsformular steht zum Download auf den Internetseiten der Stadt Bamberg www.stadt.bamberg.de/schöffen bereit. Weitere Infos gibt es im Rathaus Maxplatz, Zimmer 8a, Telefon 0951/87-1290 oder 0951/87-1270.
Auch für die Berufung zu einem Schöffen der Jugendgerichte (Jugendschöffe) werden Vorschlagslisten aufgestellt, hierfür werden mindestens 32 Bewerber gesucht. Hierfür ist das Stadtjugendamt zuständig. Jugendschöffen sollten erzieherisch befähigt und erfahren sein, sich beispielsweise in Jugendverbänden, Jugendhilfe- oder Jugendfreizeiteinrichtungen, in der Schule oder privat als Betreuer oder Erzieher engagieren. Sonst gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Schöffen.
Interessenten können sich bis 28. Februar im Stadtjugendamt, Außenstelle Jugendgerichtshilfe, Untere Sandstraße 34, unter den Rufnummern 0951/87-1565 oder 0951/87-1566 oder auf Zimmer 105 und 106 melden.
Die zeitliche Beanspruchung eines Schöffen erstreckt sich in der Regel auf einen Sitzungstag pro Monat.
In Bayern gibt es derzeit rund 4500 Schöffen, darunter etwas mehr Männer als Frauen. Ohne das Engagement der ehrenamtlichen Richter könne eine bürgernahe und transparente Strafjustiz nicht gelingen, sagt Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU). Die Schöffen brächten "ihre Berufs- und Lebenserfahrung" mit in die Gerichtsverhandlungen ein und leisten so "einen wichtigen Beitrag zu einer lebensnahen und verständlichen Rechtssprechung". red