Zur Sitzung des Weisendorfer Gemeinderates beantragte die Fraktion von Bündnis '90/Die Grünen einen Sachstandsbericht zur Bewirtschaftung kommunaler Frei- und Grünflächen der Marktgemeinde. In ihrem Antrag wies die Fraktion auf den Artikel 1 des Bayerischen Naturschutzgesetzes hin. Demnach ist Naturschutz eine verpflichtende Aufgabe für Staat und Gesellschaft sowie für jeden einzelnen Bürger.
Mit einer Präsentation erläuterte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) die Bewirtschaftung der kommunalen Frei- und Grünflächen. Mit der ausführlichen Präsentation überraschte er nicht nur den Marktgemeinderat, sondern auch die Fraktion der Grünen. "Mir war bislang nicht bewusst, wie viele Flächen die Gemeinde überhaupt besitzt", bedankte sich Norbert Maier für den ausführlichen Bericht.
So gehören dem Markt Weisendorf in den umliegenden Gemarkungen über sieben Hektar Acker- und Grünflächen, die verpachtet sind und landwirtschaftlich genutzt werden. Dazu kommen noch über sieben Hektar Brachflächen, die entsprechend gepflegt werden.


Wald, Weiher und Fließgewässer

Die Gemeinde verfügt einschließlich des Schlossparkes auch über rund 25 Hektar Wald, die von den Rechtlern und der Waldbesitzervereinigung gepflegt und bewirtschaftet werden. Dazu kommen nochmal rund 17 Hektar Rechtlerwald in Sauerheim, Rezelsdorf und Kairlindach. Mehr als zehn Hektar Weiherflächen sind ebenfalls im Besitz der Marktgemeinde und sind ebenfalls verpachtet. Weisendorf ist auch zuständig für 13,7 Kilometer Fließgewässer und kann über rund 5,3 Hektar Ausgleichsfläche verfügen. Wie der Bürgermeister erklärte, werden besondere und kommunale Flächen nach den Vorgaben des Kulturlandschaftsprogramms bewirtschaftet und gepflegt.
Auch bei den Gewässern wird die Gemeinde nicht untätig bleiben. Derzeit laufen die Planungen zur Sanierung des Badweihers und werden mit der Unteren Naturschutzbehörde unter Beachtung des besonderen Schutzstatus der Seebach abgestimmt.
Es werden Lebensräume durch Verlandungs- und Pufferzonen geschaffen und auch eine teichwirtschaftliche Nutzung sei nach der Sanierung wieder erwünscht. Derzeit werden auch geeignete Abschnitte zur Renaturierung der Seebach gesucht, und der Mühlweiher soll später analog zum Badweiher saniert werden.