Unter der Bezeichnung "FEEL-Effect" haben sich Studierende aus Coburg zusammengetan, die sich europaweit für die Unterstützung von Geflüchteten einsetzen. Johannes Kobras ist einer von ihnen. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat er am 27. Juli in Wüstenahorn ein kleines integratives Fußballturnier veranstaltet. Während einer Projektfahrt mit dem "FEEL-Effect" in Griechenland bei "Habibi.Works" und in Thessaloniki habe er erstmals so richtig bewusst die verbindende Wirkung des Sports erleben können. Denn egal ob beim gemeinsamen Fußball, Tischtennis, Volleyball oder Gewichtheben, der Sport im Allgemeinen entfaltete seine unglaubliche Wirkung für alle. Denn im Sport besteht die Möglichkeit, sich gemeinsamen Aktivitäten zu widmen, ohne dass man dieselbe Sprache spricht. So seien sportliche Aktivitäten während seiner Zeit in Griechenland ganz häufig der Türöffner für eine gute Beziehung zu fliehenden Menschen gewesen, erzählt Kobras.
Zurück in Deutschland stand für Johannes Kobras die Bachelorarbeit auf dem Programm. Er hat sich entschieden, seine eigene Leidenschaft für den Sport mit seiner Bachelorarbeit zu verbinden. Gerade schreibt er an einem Konzept für ein inklusives Fußballturnier. Das Turnier selbst konnte er mithilfe des Kinder- und Jugendzentrums Wüstenahorn und dank der finanziellen Unterstützung von "Fexradlt" (https://fexradlt.de/) bereits am 27. Juli in Wüstenahorn durchführen. Mit rund 60 Teilnehmern sei das Turnier super angenommen worden, berichtet Kobras.
Die daraus resultierenden sieben Teams waren bunt gemischt und schenkten sich auf dem gewöhnungsbedürftigen Untergrund nichts. Neben dem Platz wurde gegrillt, gechillt und gemeinsam zu der Musik von Jannis und Ali gefeiert, die mit entspannter Elektromusik für die musikalische Begleitung des Turniers sorgten.
Die Sieger des Turniers waren am Ende ein Team namens AFG (Afghanistan), die sich in einem umkämpften Finale gegen dieMannschaft "Sieger der Herzen" durchsetzten. Freuen durften sich am Ende aber alle Teilnehmer über eine Eintrittskarte zum "Festival contre le racisme", welches vom Verein Alternative Kultur Coburg organisiert und im Oktober stattfinden wird. red