Ab sofort stehen jede Woche verschiedene frische Salat- und Gemüsesorten direkt vom Feld der Solidarischen Landwirtschaft Ebermannstadt (Solawi) für die Ernteteiler bereit. Denn in den letzten Wochen hat sich viel getan. Das Säen, Pflanzen und Pflegen der Kulturen brachte viel Arbeit mit sich. Durch den wenigen Regen mussten das Wasserfass gefüllt und der Acker bewässert werden.

Dem Unkraut jedoch reichte auch der wenige Regen zum Wachsen. So gehörte neben dem Gießen das Hacken der Beete zu den Hauptaufgaben der Solawi-Gärtner. Dafür wurde man bisher mit gut gedeihenden Salat- und Gemüsepflanzen belohnt.

Vergangene Woche war es dann endlich soweit. Die Ernteteiler durften erstmals ihren wöchentlichen Ernteanteil entgegennehmen. Der bestand diesmal aus Salat, Radieschen, Rucola und Spinat. Gerne hätte man an diesem besonderen Tag ein Fest für alle Solawi-Mitglieder organisiert - wegen Corona war dies leider nicht möglich. Das soll nachgeholt werden, sobald sich die Lage entspannt hat.

Die Vorbereitungen für den Abholtermin begannen schon am Vorabend: Die Solawi-Gärtner starteten mit der Ernte und bündelten als erstes die Radieschen. Tags darauf ging es dann richtig zur Sache, als kistenweise Salat, Spinat und Rucola vom Feld geholt, verladen, gewaschen und nach Ebermannstadt transportiert wurden. Für insgesamt 60 Ernteteiler wurden Salat und Gemüse im Abholcontainer bereitgestellt.

So mancher, der dann sein Gemüse abholte, war richtiggehend begeistert. Bis in den Abend stand der Vorstand der Solawi am Abholcontainer bereit und begrüßte die Ernteteiler. Sie wurden in das Abholprozedere eingewiesen und bei Bedarf beim Griff zur richtigen Salatsorte oder beim Abwiegen des Spinats unterstützt.

In Zukunft wird lediglich eine Tafel darüber informieren, welche Gemüsesorten mitgenommen werden dürfen und wieviel jedem Ernteteiler zusteht. Jeder holt selbstständig sein Gemüse ab, ohne dass jemand am Abholcontainer steht, der das Ganze überwacht. Es ist ein System auf Vertrauensbasis und Solidarität. Denn auch derjenige, der zuletzt seinen Anteil holt, soll sich darauf verlassen können, dass noch genug für ihn übrig ist.

In den nächsten zwei bis drei Wochen dürfen sich die Ernteteiler über verschiedene Salatsorten, Spinat und Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie freuen. Und sogar Eiszapfen wird es geben. Und das bei 20 Grad über Null? Ja, denn diese Mini-Rettichsorte werden die Ernteteiler in ihrem Erntekorb finden. Ab Juni ergänzen verschiedene Fruchtgemüse das Programm. Im Herbst wird dann ein ganzes Füllhorn verschiedener Gemüsesorten auf die Ernteteiler zukommen.

Für dieses Jahr sind zwar alle Ernteteile vergeben, Interessenten können sich aber einen Platz auf der Warteliste sichern. Weitere Infos unter www.solawi-ebermannstadt.de. red