Seit über 60 Jahren werden an der Staatlichen Artistenschule Berlin talentierte junge Menschen zu professionellen Artisten ausgebildet. Seit 2004 beenden die Absolventen ihre Ausbildung mit einer feierlichen Gala. Darauf aufbauend ging erstmals der Jahrgang 2005 auf eine bundesweite Tournee.
Frisch auf dem Markt und voller Spielfreude präsentieren sich die jungen Artisten seither dem Publikum und den Veranstaltern auf den unterschiedlichsten Bühnen, unter anderem auch beim Circus Luna in Langendorf. Neben den etablierten Varietehäusern in Berlin, Hamburg, München, Bremen, Stuttgart, Bonn, Essen, Münscher, Bad Oeynhausen und Halle ist der Circus-Luna-Hof wohl der ländlichste Gastspielort und damit der Exot unter den Gastspielorten.
Hier werden die jungen Artisten am Freitag, 27., und Samstag, 28. Juli, jeweils um 19 Uhr eine Vorstellung geben.
Zoophobia heißt das Programm: Das haben sich die zehn jungen Artistinnen und Artisten eigentlich anders vorgestellt: Plötzlich tauchen Tiere auf, mitten auf der Bühne ihrer Artistik-Show. Was wollen die hier? Sind es etwa entlaufene Zirkustiere? Zuerst nur hier und da, vereinzelt und scheu, sind sie später immer frecher und selbstbewusster, diese Viecher, die offenbar von überall her kommen: Ein Zebra, ein Nilpferd, eine Ente. Bis klar wird: Da verwandeln sich die Menschen in Tiere, mehr und immer mehr!


Es geht tierisch ab

So menschelt es bald gewaltig in der Tierwelt: Die grazile Giraffe wird vom Kakadu gemobbt, der Gepard verträgt sich saugut mit dem Papagei und die Eule ist dem Lemuren spinnefeind - kurzum: ein ziemliches Affen-, äh, Menschentheater! Klar stellt sich da die Frage: Was macht mich als Menschen aus? Die Krone der Schöpfung, oder ist der homo circensis vielleicht doch nur ein nackter Affe, der das Turnen nicht verlernt hat? Und so werden die Artistik-Acts zu berührenden Reisen ins Innere der Artisten: Die Akrobatik als Suche nach der eigenen Identität, die vielleicht zum wahren Ich führt.


Komische Choreografien

Zoophobia verbindet elegante und kraftvolle Artistik mit absurden Bildern und komischen Choreografien. Dabei halten uns ausgerechnet die Tiere einen Spiegel vor und streifen immer mal wieder Themen wie Anonymität, Individualität, die Angst vor der Veränderung und dem Fremden, denn -Achtung!- hinter der nächsten Ecke lauert bestimmt schon wieder eine Phobie! ... und fabelhafte Artistik! Nach dem großen Erfolg seiner Inszenierung von GRAMMOPHOBIA in 2015 freuen wir uns sehr auf die zweite Absolventenshow des Regisseurs Philipp Boë. Er begann seine Arbeit in Berlin im Herbst 2017 und wird den Abschlussjahrgang bis zum Start der Absolvententour im Juni 2018 begleiten.
Karten gibt es unter karten@circus-luna.de, Tel.: 09732/786 101 und Tageskasse Circus-Luna-Hof in Langendorf bei Hammelburg. red