Zu Beginn eines neuen Jahres gibt es bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf immer ein großes Fest. Sie feiern das Patronat ihrer Kirche "Zur Heiligen Familie". Und seit mehr als drei Jahrzehnten zelebriert der Bamberger Weihbischof den Gottesdienst.
Ebenso gehört es zur Tradition, dass die Siemens-Healthcare-Concert-Band die liturgische Feier musikalisch begleitet.
Der oberste Vertreter der Barmherzigen Brüder in Bayern, Provinzial Frater Benedikt Hau, begrüßte Bischof Herwig Gössl im voll besetzten Gotteshaus. Nicht nur Jesus, Maria und Josef gehörten zur Heiligen Familie; alle, die an Gott glauben, seien Mitglieder dieser Gemeinschaft, sagte Gössl in seiner Verkündigung.
Nicht selten glaube man, dass Gott in der heutigen Welt abwesend sein müsse. Denn wie ließen sich sonst das viele Böse, die Kriege, aber auch die Menschen, die andere ausnützen, erklären? Und es sei, so der Bamberger Weihbischof, eine berechtigte Frage: "Wo ist eigentlich Jesus in unserer heutigen Zeit zu finden?"
"Er wohnt in Gottes Wort", gab Gössl selbst zur Antwort. Man müsse darauf nur richtig hören. In den Sakramenten werde Jesus schließlich "greifbar". Aber auch in den Herzen eines jeden Menschen wohne er. Wir fänden ihn dann, wenn wir anderen - durchaus auch schwierigen - Menschen würdevoll und achtsam begegnen, Trost spenden und Mut zusprechen.
Sehr eindrucksvoll gestaltete der integrative Tanzkreis der Einrichtung unter Leitung von Lydia Nußbaum das "Vater unser". Johannes Salomon