Das Höchstadter Schlosshof-Festival findet am Freitag und Samstag, 10. und 11. August, inzwischen zum zwölften Mal statt. Das gemütliche und friedliche Festival hat sich in diesen vielen Jahren zu einer echten Größe unter den Mittelalterevents gemausert.
Dieses Jahr wird es aber eine kleine Änderung geben. Am Freitag wird das Gelände bei freiem Eintritt für jeden zugänglich sein, teilt Organisator Thomas Ackermann mit. Für Unterhaltung wird dann die Band "Trollfaust" sorgen.
Der Samstag startet um 13 Uhr (Einlass: ab 12 Uhr) mit "Trollfaust" auf der Hauptbühne, gefolgt von "Cellar Darling" aus der Schweiz und "Coppelius". Anschließend betritt "Knorkator" die Bühne. Die Berliner Band ist laut Ackermann eine schillernde und außergewöhnliche Musikformation, der es gelingt, souverän und verspielt aggressiven Hardcore Metal mit feinsinnigem und klassischem Tonsatz zu verbinden.
Die Konzerte sind legendäre, bizarre Wechselbäder aus bunt zusammengewürfelten Stilistiken, einerseits leichtfüßigem Tanz zwischen rüdem Gefluche und zarter Poesie, pathetischem Größenwahn und infantilem Blödsinn andererseits.
Mit der Erlanger Mittelalterfolk-Comedy-Band "Feuerschwanz", die bereits zum fünften Mal beim Schlosshof-Festival mitwirkt, geht es weiter. Mit Tröten, Flöten, Geige, folkigen Lautenrhythmen und ungewöhnlichen, frechen und manchmal sogar tabulosen Texte versetzt die Band ihre Zuhörer in den Zauberbann des Mittelalterrocks. Was die für ihre spektakuläre Bühnenshow bekannte Truppe diesmal nach langer und intensiver Recherche von uralten Früh-Metal-alterlichen Manuskripten aus den Tiefen der Archive von Burg Feuerschwanz herausfanden, könnte wahrlich die Welt ins Wanken bringen, heißt es mit ironischem Unterton in der Einladung.


Gaukler bietet Feuershow

Zum Abschluss betritt eine der bekanntesten Mittelalterbands die Bühne. "Subway to Sally", der Dauerbrenner aus Potsdam, bildet seit Beginn die Speerspitze der deutschen Mittelalterrock-Bewegung, die weltweit einmalig ist. Vor allem die Live-Qualitäten der Band sind legendär. Mit harter Rock- und Metalmusik, angereichert mit Instrumenten wie Dudelsack, Drehleier, Laute, Schalmei, Geige oder Flöte gibt es wirklich so gut wie keine Clubs und Festivals, wo "Subway to Sally" noch nicht mit "Sag dem Teufel in dir guten Tag", einem der Bandhits, Hallo gesagt haben.
Mehr als 1600 Konzerte hat die Band in ihrer inzwischen über 25-jährigen Karriere bestritten. Nach aktuell zwölf Studioalben werkelt man an der Nummer 13 - zum Durchschnaufen ist später irgendwann Zeit. Denn eines ist sicher: "Räuber saufen Blut!"
Als weiteres Glanzlicht im wahrsten Sinne des Wortes wird Gaukler Floxor mit einer Feuershow den sommernächtlichen Himmel erhellen. Außerdem gibt es noch einen kleinen Mittelaltermarkt. Karten für das Event gibt es an jeder bekannten Vorverkaufsstelle. red