Die Tischtennisspieler des Kreis Haßberge trafen sich zu ihrem letzten Kreistag in Ebern. Neben aktuellen Informationen zum Sportbetrieb standen insbesondere die Ehrung der Mannschaftsmeister und verdienter Fachwarte im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Nachdem der Tischtennissport in Bayern neu geordnet wird und alle Kreise aufgelöst werden, begrüßte Kreisvorsitzender Bernhard Süppel die Anwesenden mit Wehmut zur letztmaligen Veranstaltung. Ziel dieser Reform ist es, das Verbandsgebiet in 16 Teilbezirke zu untergliedern. Dies hat zur Folge, dass die Haßberge nun neben Schweinfurt auch mit der Röhn (Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld) zusammenspielen. Durch die Randlage des Kreises im neuen Bezirk Unterfranken Nord haben höher spielende Mannschaften möglicherweise größere Entfernungen zu ihren Spielen.
Süppel ging kurz auf die abgelaufene Saison ein. Dabei wurden der TSV Goßmannsdorf als letztmaliger Meister der 1. Kreisliga und Pokalsieger des Kreises geehrt. Sieger der 2. Kreisliga wurde der TV Haßfurt II und Sieger der 3. Kreisliga der TTC Sand III. Bei der Jugend gab es in diesem Jahr keine Mannschaftsehrungen - die Kreisvereine meldeten nur acht Jugendteams. Dies zwang zu einer Zusammenarbeit mit dem Kreis Schweinfurt, da im Hassbergkreis kein geordneter Spielbetrieb möglich war. Von den wenigen Jugendmannschaften wurden dann sogar zwei Teams vor der Runde zurückgezogen. Sportlich kam man über Mittelfeldplatzierungen und hintere Ränge nicht hinaus. Positiv verlief der Kreisentscheid der Minimeister. Der TTC Sand hatte als einziger Verein einen Ortsentscheid ausgetragen und führte damit etliche Kinder dem Kreisentscheid zu. Der TV Haßfurt begrüßte 61 Kinder - das übersteigt sogar die Beteiligung bei den Aktiven.
Um die Jugendarbeit zu fördern, initiierte Süppel zusammen mit Günter Oehrl (TV Haßfurt) das Kreisstützpunkttraining als verantwortlicher Trainer und Organisator. Durch die Unterstützung des Landkreises konnte ein regelmäßiges Training organisiert werden. Als Highlight gewann er gute Trainer - unter anderen Ex-Bundesligaspieler Cornel Borsos oder Bezirkstrainer Timo Link - zu einem Trainingslehrgang für die Jugend des Kreises. Infolge geringeren Zuspruchs wurde das Training eingestellt. Mit einem Trainerlehrgang bekamen die Vereine das Angebot, modernes Training auch ohne Trainerschein vermittelt zu bekommen. Timo Link und Bezirkslehrwart Reinhard Pfenning unterstützten die Aktion. red