Unter dem Leitwort aus dem Lukasevangelium "Er kam hinzu und ging mit ihnen" stand die Nachtwallfahrt von Vierzehnheiligen nach Bamberg zum Dom. Zu diesem Jubiläum versammelten sich 84 Wallfahrer in der Basilika.
Guardian Pater Heribert freute sich über die große Zahl der Teilnehmer und gab ihnen Gottes Segen mit auf den Weg durch die Nacht. Nach kurzer Begrüßung durch Peter Würker wurde über den Höhenweg am Staffelberg vorbei, über Loffeld, Morgenbühl, Sträublingshof, Dittersbrunn und Prächting die Pfarrkirche St. Wolfgang in Kleukheim angesteuert.
Gestärkt ging es weiter nach Kirchschletten, wo Äbtissin Mutter Mechthild in der Kirche zu einem gemeinsamen Gebet begrüßte. Nach einer kurzen Rast ging es weiter durch die Nacht. Auf dem ganzen Weg wurde mit Gebet, Gesang und vorgelesenen Texten von Joe Giebfried ein ganz besonderer Akzent gesetzt. In den Gotteshäusern sorgte er auch mit seiner Gitarre immer für den richtigen Ton.
Der Weg führte durch Sassendorf auf die Höhe nach Hohengüßbach. Der Mond am Himmel war noch fast voll und die Sterne leuchteten in übergroßer Zahl, das war schönste Stück auf dem langen Weg. In Zückshut wurde gegen 3.30 Uhr in der Kapelle "Maria Krönung" gemeinsam gebetet und gesungen. Auf dem langen Stück durch den Wald in Richtung Gundelsheim erwachte langsam die Natur und die Sonne begrüßte die Pilger durch die Felder vor Hallstadt. Nach kurzer Pause ging es um 7 Uhr auf die letzte Etappe durch die Stadt zum Dom. Dort wurden die Wallfahrer um 8.30 Uhr von Pfarrer Georg Birkel mit Rosen begrüßt und das obligatorische Gruppenfoto vor dem Fürstenportal gemacht.
Domkapitular und Dompfarrer Markus Kohmann holte die Wallfahrer am Fürstenportal ab. Mit dem Lied "Ein Haus voll Glorie schauet" und viel Gänsehaut zog die Gruppe durchs Fürstenportal in den Bamberger Dom ein.
Hier waren schon viele Gläubige versammelt. Man erhob sich und stimmte in das Lied mit ein. Dompfarrer Kohmann begrüßte die Wallfahrer und stelle sie der Gemeinde vor.
Auf reservierten Plätzen durften die müden, aber glücklichen Teilnehmer um 9 Uhr die feierliche Priesterweihe von Christian Müllner und Tobias Fehn miterleben.
Auch heuer ging es anschließend durch die Stadt nach einer Einkehr gestärkt auf den Rückweg mit dem Zug. Glücklich und dankbar kamen die Teilnehmer nach 18,5 Stunden wieder zu Hause an. Winfried Butz