Dem Haßbergeverein Reckendorf ist es zu verdanken, dass der Kammersteinbrunnen, tief im Wald nahe Reckendorf gelegen, nun wieder ein Naturdenkmal der besonderen Art ist.
Schon der Name "Kammerstein" lässt erahnen, dass es sich hier um einen besonderen Ort handelt. Die Quelle wurde nach dem Berg "Kammerstein" benannt, aus dessen Felsenformation sie entspringt.
Bereits im Jahr 1989 war die Quelle durch den damaligen Forstamtsrat Ferdinand Schmidt und seinen Mitarbeitern neu gefasst worden. Die Quelle wurde vom Quellaustritt am Waldweg in ein Holzbassin eingeleitet, so dass sich die Wanderer an dem kühlen Nass laben konnten.
Das Holzbassin verrottete jedoch im Lauf der Jahre und war nicht mehr funktionsfähig, so dass der Vorsitzende des Hassbergevereins Reckendorf, Ingo Gareis, in Winterarbeit und mit Unterstützung des Bayerischen Staatsforstbetriebs Forchheim mit seinem Leiter Stephan Keilholz einen mächtigen Eichenstamm mit einem Kupfereinsatz versah, aus dem nun stetig ein - je nach Witterung mehr oder weniger starkes - Rinnsal strömt. Zum Verweilen lädt die Wanderer auch eine stabile Holzsitzgruppe ein.
"Offiziell zwar kein Trinkwasser, aber dennoch gut genießbar", befand Ingo Gareis bei der offiziellen Einweihung durch die Mitglieder, ehrenamtlichen Helfer und Freunde des Reckendorfer Haßbergevereins. Horst Lange