Der Gemeinderat Kirchehrenbach hat die Weichen für das Haushaltsjahr 2018 gestellt. Kämmerer Bastian Holzschuh erläuterte das umfangreiche Zahlenwerk.
Der Verwaltungshaushalt schließt in seinen Einnahmen und Ausgaben mit 3 968 000 Euro und im Vermögenshaushalt mit 1 810 600 Euro. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.
Wie Holzschuh erklärte, weist das Rechnungsergebnis von 2017 einen Überschuss in Höhe von 3 170 300 Euro aus. Daraus wurde eine Sonderrücklage für den Turnhallenneubau von 2,5 Millionen Euro gebildet und die Sanierung der Schule neu veranschlagt.


Personalkosten

Die Einnahmen aus Steuern und der Schlüsselzuweisung steigen um 7,5 Prozent auf 2 685 300 Euro an. Der größte Ausgabenposten sind die Personalkosten in Höhe von 850 000 Euro. Für den Unterhalt und die Begutachtung der Gemeindestraßen sind 81 500 Euro sowie für die Feuerwehr 55 800 bereitgestellt.
Erhöht wurde die Schulverbandsumlage um 28 200 auf 106 666 Euro. Nach dem Umzug der Grundschule in die sanierte Mittelschule muss der Kostenbeteiligungsschlüssel für die Grundschüler aus Kirchehrenbach neu berechnet werden. Die VG-Umlage erhöht sich ebenfalls auf 218 000 Euro. Grund hierfür sind gestiegene Personalkosten.
Hauptaugenmerk im Vermögenshaushalt ist die Sanierung der Mittelschule Kirchehrenbach. Die Gesamtkosten der Schulsanierung betragen nach der jüngsten Kostenberechnung 5,2 Millionen Euro, die Abrisskosten für das Grundschulgebäude noch nicht berücksichtigt. Der Gemeinderat und der Schulverband haben der Sanierung zugestimmt.
Der erste Bauabschnitt (Fensteraustausch, Sonnenschutz) wird neu veranschlagt. Für die weitergehende Sanierung werden 600 000 Euro, für 2019 2,4 Millionen und für 2020 weitere 1,8 Millionen Euro angesetzt. Zur weiteren Finanzierung stehen Förderkredite zur Verfügung, berichtete Holzschuh. Die Gesamtkosten abzüglich der Zuweisungen werden im Zeitraum von zehn Jahren mit dem Schulverband weiterverrechnet und über eine Investitionsumlage von den Mitgliedsgemeinden erhoben.


Investition in Turnhallen

Bei den Turnhallen besteht erheblicher Investitionsbedarf. Eine vorläufige Kostenschätzung vom Februar beläuft sich auf 5,99 Millionen Euro. Für die Gemeinde verblieben fünf Millionen, die aus dem Haushalt finanziert werden müssten. Diese Baumaßnahme ist im Anschluss an die Sanierung der Mittelschule für die Jahre 2021/22 geplant.
Die Verschuldung der Gemeinde beträgt 739 492 Euro und wird zum Jahresende 2018 auf 1 207 096 Euro ansteigen. Das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 536 Euro. Nach kurzer Diskussion stimmten die Räte der Haushaltssatzung einstimmig zu.


Info-Punkte für Tourismus

Ausführlich stellte Sandra Schneider, die Leiterin der Tourismuszentrale "Fränkische Schweiz", die Aufstellung eines Info-Punktes im Rahmen des Leitprojekts "Einheitliche, regionale Gästeinformation" und "Digitaler Gäste-Live-Chat" vor. Ziel sei es, Gästen in der Ferienregion Informationen schnell und unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Der Standort sollte zentral und gut sichtbar sein.
Die Kosten für den Info-Punkt betragen für innen circa 4800 Euro und für einen Außenstandort etwa 12 000 Euro nach Abzug der Förderung. Für den Projektstart sind verbindliche Zusagen von 20 Partnern notwendig. Dann erst kann die Förderung beim Ministerium beantragt werden. In der Debatte kam der Gemeinderat zu dem Ergebnis, Standorte zu suchen und sich in einer der nächsten Sitzungen für oder dagegen zu entscheiden.