Den FC Frimmersdorf trifft es derzeit knüppeldick. Am Sonntag zog sich Markus Winkelmann beim Gastspiel in Thüngfeld einen Schien- und Wadenbeinbruch zu, in der Nacht auf Montag suchte eine Rotte Wildschweine das Sportgelände des Vereins aus der Fußball-A-Klasse Bamberg 3 heim.
"Wir werden versuchen, den Platz irgendwie herzurichten, so dass bald wieder Heimspiele stattfinden können", sagt Abteilungsleiter Günther Dorsch. Für die kommende Partie am Sonntag gegen den SV Walsdorf II müsse der FC aber zum TSV Vestenbergsgreuth ausweichen, da auch der B-Platz nicht bespielbar sei - allerdings wegen der Trockenheit.
5000 Euro hab der Klub kürzlich für die Instandhaltung des A-Platzes in die Hand genommen. Bis zum nächsten planmäßigen Heimspiel am 29. September solle der Schaden behoben sein. Das gehe wieder in die Tausende, vermutet Dorsch.
"Vielleicht verwächst sich der Schaden. Das ist aber eher unwahrscheinlich", erklärt der Abteilungsleiter, der mit 20 Helfern erste Notmaßnahmen ergriffen hat. Eine Firma für Rollrasen sei bereits vor Ort, um sich die Lage anzusehen. Damit sich die Tiere nicht erneut über das Waldstadion hermachen, stünden Jäger in der Nacht Gewehr bei Fuß.
Die Wildschweine seien wohl aus dem nahen Wald gekommen, um das Spielfeld nach Fressbarem zu durchwühlen. Vermutlich habe gerade der aufgrund eines eigenen Brunnens gut gewässerte und dadurch im Vergleich zu Umgebungsflächen trotz der allgemeinen Trockenheit feucht-weiche Untergrund die Übeltäter eingeladen. Ein gepflegter Rasen ist für sie wie der Besuch in einem Vier-Sterne-Restaurant. Nur die Kosten trägt in dem Fall ein anderer: der FC Frimmersdorf.